Frankfurt/Main

Deutsche Bank zeigt Kunden an

Frankfurt/Main. Wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung hat die Deutsche Bank einige ihrer vermögenden Kunden angezeigt. Dabei soll es um Geschäfte gegangen sein, die diese mit dem Bankhaus Sal.
25.08.2015, 00:00
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Wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung hat die Deutsche Bank einige ihrer vermögenden Kunden angezeigt. Dabei soll es um Geschäfte gegangen sein, die diese mit dem Bankhaus Sal. Oppenheim getätigt haben. Das berichtet das „Handelsblatt“.

Im Juni dieses Jahres haben Ermittler demnach insgesamt 28 Objekte, darunter auch Villen und Büro- und Geschäftsräume, durchsucht. Sal. Oppenheim soll 2007 Fonds in Luxemburg aufgelegt haben, die den Anlegern Steuervorteile beim Handel mit Wertpapieren sicherten. Wie die Zeitung weiter berichtet, dürfte die Privatbank bis Ende 2008 so mehrere Milliarden Euro eingesammelt haben.

Nachdem das Institut 2009 von der Deutschen Bank übernommen wurde, untersuchte diese die Produkte genauer. Dabei seien jene Fonds aufgefallen, wegen der die Behörden jetzt ermitteln. Die Deutsche Bank habe deswegen Anzeige wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung erstattet. Für die betroffenen Kunden kam die Situation überraschend. Ein Anwalt sagte dem „Handelsblatt“: „Die Situation war völlig irreal, meine Mandanten konnten sich überhaupt keinen Reim auf die Sache machen.“

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