VW-Manipulation 2014 bekannt? Dobrindt will Spontan-Abgastests

Berlin·Wolfsburg. Als Konsequenz der Abgasaffäre bei Volkswagen stellt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den Autobauern unangemeldete Abgastests in Aussicht. „Es wird Kontrollen für Kraftfahrzeuge im Stile von Dopingtests geben.
15.02.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von DPA

Als Konsequenz der Abgasaffäre bei Volkswagen stellt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den Autobauern unangemeldete Abgastests in Aussicht. „Es wird Kontrollen für Kraftfahrzeuge im Stile von Dopingtests geben. Unangemeldet, jedes Jahr“, sagte Dobrindt der „Bild am Sonntag“. In der Diskussion um die Förderung von Elektroautos bringt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) eine Abgabe für den Kauf besonders spritfressender Fahrzeuge ins Gespräch.

Dobrindt kündigte an: „Nach dem Zufallsprinzip werden Fahrzeuge beispielsweise über Autovermietungen ausgewählt und deren Schadstoffausstoß getestet.“ Sein Ministerium wolle sicherstellen, dass Manipulationen nicht wieder passieren. Nach Dobrindts Worten sollen staatliche Prüfstände beim Kraftfahrt-Bundesamt aufgebaut werden. Im Januar hatte das Bundesverkehrsministerium bereits mehrere Neuregelungen in den Blick genommen.

Unterdessen soll der zurückgetretene VW-Vorstandschef Martin Winterkorn in der Abgasaffäre ebenfalls nach Informationen der „Bild am Sonntag“ schon im Frühling 2014 von einer drohenden Suche der US-Behörden nach einer Betrugssoftware erfahren haben. Die Zeitung beruft sich auf interne Dokumente, die dem Blatt vorlägen. Aus den zitierten Passagen geht allerdings keine direkte Kenntnis Winterkorns von illegalen Manipulationen hervor.

Dem Bericht zufolge soll Winterkorn fast eineinhalb Jahre vor dem Auffliegen der Affäre von einem Vertrauten einen Brief bekommen haben, in dem es heiße: „Es ist zu vermuten, dass die US-Behörden die VW-Systeme daraufhin untersuchen werden, ob Volkswagen eine Testerkennung in die Motorsteuergeräte-Software implementiert hat.“ Ein Volkswagen-Sprecher sagte dazu am Wochenende: „Wir kommentieren den gesamten Vorgang nicht.“

DPA

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