Tarife Dutzende Flüge ausgefallen nach Warnstreik

Berlin. Ein Warnstreik des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen hat am Donnerstag zu 32 Flugausfällen und einigen Verspätungen geführt. Etwa 400 Beschäftigte von drei Dienstleistern legten von 4.00 bis 10.00 Uhr die Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte.
27.05.2010, 13:51
Lesedauer: 1 Min
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Berlin. Ein Warnstreik des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen hat am Donnerstag zu 32 Flugausfällen und einigen Verspätungen geführt. Etwa 400 Beschäftigte von drei Dienstleistern legten von 4.00 bis 10.00 Uhr die Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte.

Zuvor waren Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den Arbeitgebern ergebnislos geblieben. An dem Warnstreik beteiligten sich Mitarbeiter der Unternehmen GlobeGround Berlin (GGB), Ground Service International (GSI) und Acciona. Verdi fordert Einkommenserhöhungen bei GGB sowie die Aufnahme der Tochterfirma GSI in die GlobeGround-Tarifverträge. Bei Acciona will die Gewerkschaft gegen Gehaltskürzungen vorgehen.

Von dem Warnstreik besonders betroffen war der Flughafen Schönefeld, an dem 20 Flüge der Gesellschaft Easyjet ausfielen. Die Airline hatte die Flüge bereits am Mittwochabend vorsorglich aus dem Programm genommen, «um nicht in die Verlegenheit zu kommen, dass Passagiere vor Ort nicht mehr umbuchen könnten», sagte ein Flughafen-Sprecher.

Mit Beginn der Frühschicht um 4.00 Uhr hatten sich nach Verdi-Angaben über 100 Beschäftigte dem Arbeitskampf angeschlossen, in Tegel waren es 300. Zwölf Flüge fielen dadurch aus, andere starteten mit Verspätung. Air Berlin und die Lufthansa setzten eigene Mitarbeiter als Ausgleich ein.

Zum Warnstreik aufgerufen hatte Verdi die insgesamt 2000 Beschäftigten von GGB, GSI und des Konkurrenten Acciona. Sie stellen laut Verdi zusammen 90 Prozent des Bodenpersonals. Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern waren zuvor ergebnislos geblieben.

Am vergangenen Freitag hatte GlobeGround nach eigenen Angaben angeboten, 3,8 Prozent mehr Gehalt zu zahlen und das Tochterunternehmen GSI in die Tarifverträge zu integrieren. Trotz dieses Entgegenkommens waren die Verhandlungen an einem Tarif-Detail gescheitert: Die GSI-Mitarbeiter sollen weiterhin keinen Anspruch auf zehn freie Tage als Ausgleich für Schichtdienste erhalten. Der Warnstreik am Donnerstag verändere die Haltung von GlobeGround diesbezüglich nicht, sagte GGB-Sprecherin Kahland. Acciona reagierte bisher noch nicht auf die Warnstreiks. Der spanische Konzern will die Gehälter der etwa 300 Beschäftigten um bis zu 20 Prozent kürzen. (dpa)

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