OHZ-Live: Lili-Live

Ehrenamt wird bei Lili-Live groß geschrieben

Die genossenschaftliche Organisation Lili-Live ist eine Gemeinschaft aus Unternehmen und Privatleuten, deren Mitgliedern Lilienthal sehr am Herzen liegt. Viele sind auch in anderen Bereichen ehrenamtlich tätig oder unterstützen einen der vielen örtlichen Vereine. Es wird deutlich: Gesellschaftliches Engagement wird mehr als großgeschrieben.
02.08.2019, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Göckeritz
Ehrenamt wird bei Lili-Live groß geschrieben

Der Vorstand von Lili-Live, (v.l.) Gunda Gefken, Andrea Vogelsang, Bernd Lindemann, Anke Haar und Torsten Rohlfs, setzt auf freiwilliges Engagement.

Klaus Göckeritz

Die genossenschaftliche Organisation Lili-Live ist eine Gemeinschaft aus Unternehmen und Privatleuten, deren Mitgliedern Lilienthal sehr am Herzen liegt. Viele sind auch in
anderen Bereichen ehrenamtlich tätig oder unterstützen einen der vielen örtlichen Vereine. Es wird deutlich: Gesellschaftliches Engagement wird mehr als großgeschrieben.

„Ehrenamtliche sind besonders im ländlichen Raum die wesentlichen Säulen gesellschaftlichen Lebens und Zusammenhalts. Ihre Arbeit ist mit keinem Geld zu bezahlen und durch nichts zu ersetzen. Ohne diese Menschen würden sich die zwischenmenschliche Wärme, die unkomplizierte Hilfe und eine Menge an Freizeitangeboten auf ein Minimum reduzieren“, sind sich die Lili-Live-Mitglieder einig. Das treffe auch auf das Mehrwertgefühl zu, da das Ehrenamt
vielen eine Aufgabe gebe. „Daher ist ehrenamtliches Engagement sehr wichtig fürs Miteinander“, sagt
Andrea Vogelsang von Lili-Live.

Ihre Vorstandskollegin Gunda Gefken weist ebenfalls auf die Bedeutung des Ehrenamts hin: „Die Bereitschaft zu helfen, miteinander zu sprechen, sich zu informieren oder Initiativen ins Leben zu rufen, ist großartig. Etwa ein Drittel ist bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich engagiert. Und auch unter den Noch-Nicht-Aktiven ist die Bereitschaft stets groß. Die Einsätze sind vielfältig und finden in fast allen
Lebensbereichen statt.“

Eine Herausforderung ist und bleibt indes die Frage um die Nachfolge in den verschiedenen Positionen von ehrenamtlichen Gruppen und Vereinen. Die Gründe liegen für die Akteure auf der Hand: Einer wachsenden Zahl von Vereinen gelänge es nicht mehr, Vorstandsposten zu besetzen. Die Zahl der aktiven Mitglieder habe sich verringert und es werde immer schwieriger, für ausgeschiedene Vereinsvorstände Nachfolger zu finden. Ursache seien häufig die hohen Anforderungen an Mobilität und Flexibilität am Arbeitsplatz. Berufstätige investierten heute mehr Zeit in Aus- und Weiterbildung und müssten häufiger umziehen. Zudem stellten die zahlreichen Angebote in den Bereichen Medien, Kultur und Sport ein breites Spektrum an Freizeitmöglichkeiten dar. Ein regelmäßiges
ehrenamtliches Engagement sei nur noch eine Aktivität von vielen.

Torsten Rohlfs, Sprecher von Lili- Live, weist vor diesem Hintergrund auf die erheblichen Auswirkungen der Entwicklung für den ländlichen Raum hin, dessen soziales und kulturelles Leben stark durch die traditionelle Vereinslandschaft gestaltet werde und geprägt sei. Die Vereine müssten in Richtung „neues Ehrenamt“ umdenken. Daher sei es wichtig, zusätzliche Anreize zu schaffen, die das freiwillige Engagement interessanter machten. Dazu gehöre die individuelle Förderung und die Übernahme selbst gewählter Projekte. Dies sei ein Thema, das derzeit viele beschäftige. Umso wichtiger ist es Rohlfs, allen Ehrenamtlichen Respekt und Anerkennung auszusprechen.

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