Unternehmer aus dem Landkreis Osterholz diskutieren in Berlin mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Ein Abend für den Mittelstand

Landkreis Osterholz/Berlin. Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt haben Unternehmer der Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT) aus dem Landkreis Osterholz in Berlin mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier über aktuelle wirtschaftspolitische Themen diskutiert. Besonders die Zukunft des deutschen Mittelstandes und die damit verbundenen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Bürokratieabbau oder Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung standen dabei im Vordergrund.
13.01.2019, 00:00
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Landkreis Osterholz/Berlin. Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt haben Unternehmer der Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT) aus dem Landkreis Osterholz in Berlin mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier über aktuelle wirtschaftspolitische Themen diskutiert. Besonders die Zukunft des deutschen Mittelstandes und die damit verbundenen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Bürokratieabbau oder Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung standen dabei im Vordergrund.

Bei einem gemeinsamen Abendessen in lockerer Runde nahm sich Altmaier viel Zeit, um auf die zahlreichen Fragen der Gäste einzugehen. Am Ende freuten sich alle über den mehr als gelungenen Abend. Dazu Mattfeldt: „Es kommt nicht alle Tage vor, dass man sich als mittelständischer Unternehmer mal eben in lockerer Runde mit dem amtierenden Bundeswirtschaftsminister austauscht. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass mein Parteikollege und Freund Peter Altmaier meine Einladung ohne zu zögern angenommen und uns damit einen sehr informativen Abend beschert hat.“

Altmaiers Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland fiel ausgesprochen positiv aus: Hohe Beschäftigung, geringe Jugendarbeitslosigkeit und eine große Anzahl offene Stellen würden eine klare Sprache sprechen, so der Minister. Im nächsten Jahr könne man bereits auf zehn Jahre wirtschaftlichen Aufschwung blicken – ein Erfolg, den die Bundesrepublik in dieser Form zum letzten Mal unter Ludwig Erhard verbuchen konnte.

Dem konnten auch die anwesenden Unternehmer nur zustimmen. Dennoch blieben auch kritische Fragen nicht aus. So bestätigte Altmaier, „dass die Wirtschaftsleistung deutscher Unternehmen schon heute zehn Prozent höher sein könnte, wenn wir nicht schon seit Jahren unter extremem Fachkräftemangel zu leiden hätten.“ Ein neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das schon bald im Deutschen Bundestag eingebracht wird, soll hier endlich Abhilfe schaffen.

Zugleich brauche es aber auch wieder mehr Unternehmergeist, der aus Sicht des Ministers in den vergangenen Jahren eindeutig zu kurz gekommen ist: „Ich bin in einer Zeit aufgewachsen“, so der Minister, „als Handwerkern und Unternehmern größter Respekt entgegen gebracht wurde. Heute wünsche ich mir, dass dieses marktwirtschaftliche Denken wieder stärker belebt wird. Wir brauchen Unternehmer, die sich mit ihren Betrieben um die Gemeinschaft verdient machen, indem sie investieren, Risiken eingehen und damit Werte und Arbeitsplätze schaffen.“

Aus seiner Sicht, so Altmaier, spräche dann auch in Zukunft nichts gegen ein Fortdauern der guten Wirtschaftslage. Die Voraussetzungen dafür seien volkswirtschaftlich vernünftiges Handeln und klare, von der Politik gesetzte Rahmenbedingungen in einer sich rasant verändernden Welt. Dazu der Minister: „Wir müssen sehen, dass wir die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen sicherstellen, sei es durch Unternehmenssteuern oder auch geschlossene Wertschöpfungsketten, die für uns Deutsche und Europäer immer wichtiger werden, zum Beispiel in der Autoindustrie und Batteriezellenfertigung, im Bereich künstliche Intelligenz, aber auch in Bereichen wie dem Einzelhandel oder Tourismus, wo große digitale Plattformen bereits jetzt den Markt beherrschen.“

Mehr als fünfzig Prozent der Wertschöpfung der deutschen Industrie gehen heute in den Export. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich Politik und Unternehmer zu einem gewissen Grad an den Takt anpassen, den die Innovation vorgibt. Altmaier führte weiter aus: „Gerne verweise ich hier beispielhaft auf die Autoindustrie, wo im Moment noch neunzig Prozent der Wertschöpfung in Europa liegen. Mit zunehmendem Wandel hin zur E-Mobilität und zum autonomen Fahren könnte sich das schnell dahingehend verlagern, dass zukünftig fünfzig bis sechzig Prozent in den USA und China liegen. Derartige Verschiebungen müssen wir unbedingt vermeiden, indem wir selbst aktiv entwickeln und gestalten.“

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