Kommentar zur NordLB

Ein schmerzhafter Abschied

Vom dem, was früher die Bremer Landesbank war mit 700 Arbeitsplätzen im Jahre 2015, sollen jetzt nur noch 100 Stellen übrig bleiben. Florian Schwiegershausen kommentiert, warum das ein Abschied auf Raten ist.
07.03.2020, 09:00
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Ein schmerzhafter Abschied
Von Florian Schwiegershausen
Ein schmerzhafter Abschied

Will das Firmenkundengeschäft in Zukunft von Oldenburg aus verwalten: die NordLB.

Klaus-Dietmar Gabbert /dpa

Für die Personalentscheidung der NordLB zum Standort Bremen sind zwei Sichtweisen möglich. Die eine: Wieder einmal werden Mitarbeiter der früheren Bremer Landesbank entlassen. Die andere: Die Gesellschafter der NordLB hätten ja auch entscheiden können, dass der Bremer Standort ganz geschlossen wird.

Nun sollen in Bremen also von 400 noch 100 Mitarbeiter bleiben, die sich um das Privatkundengeschäft kümmern sollen. Das Firmenkundengeschäft wird in Zukunft von Oldenburg aus verwaltet. De facto ist das ein Abschied vom Geschäft mit den Bremer Firmenkunden, das einst eine wichtige Säule im Geschäft der früheren Bremer Landesbank gewesen ist.

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Für die Firmenkunden, die dem Geldhaus treu geblieben sind und schon neues Briefpapier mit der neuen NordLB-Iban drucken wollten, ist es ein weiteres Signal, sich auf die Suche nach einer anderen Bank zu machen.

Wie von anderen Banken in Bremen zu hören ist, haben das so manche Firmenkunden schon getan. Und was der NordLB bereits an Fachwissen durch den Weggang und die Kündigungen vieler Mitarbeiter weggebrochen ist, dürfte jetzt sogar noch mehr werden.

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