Kommentar über Euro-Bonds

Eine starke Antwort Europas ist gefragt

Gerade in der Krise muss Europa zusammenstehen. Die EU braucht eine gemeinsame wirtschaftspolitische Antwort auf die Pandemie, meint Philipp Jaklin.
30.03.2020, 05:00
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Eine starke Antwort Europas ist gefragt
Von Philipp Jaklin
Eine starke Antwort Europas ist gefragt

Auch wirtschaftspolitisch muss es eine Anstrengung der gesamten EU sein, die Folgen der Corona-Krise in den Griff zu bekommen.

Boris Roessler /dpa

Die Pandemie wütet nicht nur in ganz Europa, sondern weltweit. Nationen, Städte, Gemeinschaften überall teilen dasselbe Schicksal. Doch sind alle Schlagbäume hochgezogen. Wo ist noch Raum für gemeinsame Antworten der Regierenden oder gar solidarisches Eintreten füreinander, wenn die Stunde der Abschottung geschlagen hat?, so könnte man fragen.

Es gibt viele Beispiele für mögliche Antworten, und gerade diese Krise fordert sie heraus. Daher liefert Deutschland Beatmungsgeräte nach Italien und nimmt in Kliniken Corona-Infizierte auf. Aber auch wirtschaftspolitisch muss es eine gemeinsame Anstrengung sein, die Folgen dieser Naturkatastrophe in den Griff zu bekommen. Das ist die Idee hinter Euro-Bonds, gemeinsamen Schuldtiteln der EU-Staaten.

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Wer reflexhaft abwehrt, die Krise dürfe nicht zur Wiedervorlage eines durchgefallenen Vorschlags missbraucht werden, verkennt den Ernst der Lage. Es ist Aufgabe der gesamten EU, dass ein Land wie Italien nicht in eine ruinöse Schuldenspirale gerät. Ob über Corona-Bonds, eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms oder andere Instrumente – eine starke Antwort Europas ist so gefragt wie nie zuvor.

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