Bremen Ende der Friedenspflicht: Metaller beginnen mit Warnstreiks

Bremen (jör). Heute Nacht standen beim Mercedes-Benz-Werk in Bremen und zehn weiteren Betrieben in Norddeutschland die Bänder still. Mit den kurzen Warnstreiks hat die IG Metall auf das aktuelle Angebot der Arbeitgeber in der Tarifauseinandersetzung der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie reagiert.
29.01.2015, 00:00
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Ende der Friedenspflicht: Metaller beginnen mit Warnstreiks
Von Jörn Hüttmann

Heute Nacht standen beim Mercedes-Benz-Werk in Bremen und zehn weiteren Betrieben in Norddeutschland die Bänder still. Mit den kurzen Warnstreiks hat die IG Metall auf das aktuelle Angebot der Arbeitgeber in der Tarifauseinandersetzung der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie reagiert.

Das Angebot der Arbeitgeber sah für die 140 000 Beschäftigten 2,2 Prozent mehr Lohn vor. Die Gewerkschaft fordert ein Plus von 5,5 Prozent. „Unser Angebot orientiert sich nicht am Geforderten, sondern am Machbaren“, sagte Nordmetall-Verhandlungsführer Thomas Lambusch. Die Arbeitgeber kritisierten die nächtlichen Warnstreiks als unnötige Kraftmeierei. Die IG Metall müsse auf Kompromisskurs einschwenken, forderte Lambusch.

„Dieses Angebot hilft nicht, den Tarifkonflikt zu lösen, sondern verschärft ihn“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, nach der zweiten Verhandlungsrunde gestern in Bremen. „Nein zur Bildungsteilzeit, eine radikale Verschlechterung bei der Altersteilzeit und viel zu wenig Geld – wer solche Angebote macht, darf sich nicht über die Reaktion in den Betrieben wundern.“

Die Arbeitgeber lehnen die von der IG Metall geforderte Bildungsteilzeit mit dem Verweis auf die betrieblichen Weiterbildungen ab. „Dazu braucht es keine Regelungen, die alle Betriebe über einen Kamm schert“, sagte Thomas Lambusch. Am 12. Februar gehen die Verhandlungen in die dritte Runde.

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