Konjunkturerholung nicht in Sicht EZB erwartet Schwächephase

Frankfurt/M. Die Konjunkturschwäche im Euroraum wird sich aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) im kommenden Jahr zunächst fortsetzen. Insbesondere die privaten Investitionen dürften auch Anfang 2015 gering bleiben, schreibt die Notenbank in ihrem am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht.
12.12.2014, 00:00
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Von Harald Schmidt

Die Konjunkturschwäche im Euroraum wird sich aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) im kommenden Jahr zunächst fortsetzen. Insbesondere die privaten Investitionen dürften auch Anfang 2015 gering bleiben, schreibt die Notenbank in ihrem am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht. Erst allmählich würden die anziehende Weltkonjunktur, die Euroschwäche und die lockere Geldpolitik der EZB im Euroraum zum Tragen kommen. Dann werde das Wachstum leicht anziehen.

Die EZB prognostiziert im laufenden Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,8 Prozent und 2015 von 1,0 Prozent. 2016 wird das Wachstum nach der Prognose auf 1,5 Prozent anziehen. Neben der Geldpolitik mit Null-Zinsen und milliardenschweren Geldschwemmen werde auch das Ende der Sparpolitik in den Euroländern für Impulse sorgen, schreiben die Notenbanker. Darüber hinaus werde der Zuwachs des real verfügbaren Einkommens infolge fallender Rohstoffpreise dem privaten Konsum Auftrieb geben.

Während der Einbruch der Ölpreise die Konjunktur anschieben dürfte, sorgen sich die Notenbanker vor den Folgen für die ohnehin geringe Inflation. Die EZB sagt für 2014 eine Teuerungsrate von 0,5 Prozent voraus. Im kommenden Jahr wird die Rate nach der Prognose nur leicht auf 0,7 Prozent und 2016 auf 1,3 Prozent anziehen. EZB-Präsident Mario Draghi hat im Kampf gegen die Niedriginflation bereits weitere Maßnahmen in Aussicht gestellt. Erwartet wird ein breit angelegtes Kaufprogramm für Unternehmens- oder Staatsanleihen.

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