Kommentar zum Jobcenter Falsches Signal

Dass das Bremer Jobcenter mehr Personal bekommt, ist zwar gut. Es wirft allerdings auch die Frage auf, warum dies erst jetzt passiert, schreibt Stefan Lakeband.
13.12.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Falsches Signal
Von Stefan Lakeband

Viel gestritten wird über Geld. Gerade in Bremen, einer Stadt, die immer klamm ist, wird häufig über jeden Euro diskutiert. Daher war die Debatte über das nicht genutzte Budget des Jobcenters richtig. Denn Bremen hat von vielem zu wenig, aber von einem zu viel: Arbeitslose.

Das Problem ist längst bekannt, nur eine schnelle Lösung lässt auf sich warten. Denn, das ist die traurige Realität, die gibt es gar nicht. Die Arbeitslosigkeit in der Hansestadt ist ein strukturelles Defizit, über Jahrzehnte gewachsen und längst verfestigt. Daher muss man die Probleme von vielen Seiten und mit Ausdauer angehen. Die Förderung der Berufsausbildung gehört sicherlich dazu und hat höchste Priorität.

Gleichzeitig muss aber auch die Politik erkennen, dass das nicht von allein geschieht. Wenn das Jobcenter erst im kommenden Jahr den vorgesehenen Betreuungsschlüssel erreicht, drängt sich unweigerlich die Frage auf: Warum erst jetzt?

Es sieht so aus, als sei am falschen Ende gespart worden. Dabei kommen gerade im Jobcenter die zwei großen Bremer Probleme zusammen: zu wenig Geld und zu viele Arbeitslose.

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