Wegen Corona-Krise NordLB erwartet Kreditprobleme

Wegen der Corona-Krise rechnet die Norddeutsche Landesbank damit, dass einige Firmenkunden auch zukünftig Schwierigkeiten haben werden. Experten sagen einen Anstieg der Insolvenzen voraus.
12.08.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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NordLB erwartet Kreditprobleme
Von Lisa Schröder

Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) rechnet wegen der Corona-Krise damit, dass einige Firmenkunden in der zweiten Jahreshälfte und auch 2021 noch Schwierigkeiten haben werden. „Die Einschläge werden kommen“, sagte Günter Tallner, Vorstand für Firmenkunden der NordLB, im Gespräch mit dem „Handelsblatt“. Die Lage sei derzeit aber stabil, weil Unternehmen durch Kredite über die Hausbank oder die staatliche Bankengruppe KfW ihre Liquidität gesichert hätten.

Grundsätzlich sagen Experten einen Anstieg der Insolvenzen voraus. Derzeit spiegelt sich die Lage der Wirtschaft in den Zahlen noch nicht wider: Im Mai waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes deutlich weniger Firmen von einer Pleite betroffen als im Vorjahresmonat. Zu erklären ist dies mit der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Unternehmen seit März dieses Jahres.

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Die NordLB selbst befindet sich derzeit im Umbau – im Zuge der milliardenschweren Rettungshilfen der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie der Sparkassen-Gruppe: Die Zahl der Stellen halbiert sich auf 2800.

Der Konzern soll „kleiner und risikoärmer sein, aber auch effizienter und schlagkräftiger“, bekräftigte Vorstandschef Thomas Bürkle unlängst die neue Ausrichtung. Der Standort in Bremen soll aufgegeben werden. Unklar ist, was das für das Gebäude am Domshof bedeutet. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir hierzu noch keine Aussage treffen“, teilte ein Sprecher dazu mit. Nach wie vor liefen die internen Detailplanungen.

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