Bremen

Fregatte „Brandenburg“ bekommt neue Ohren und Augen

Bremerhaven. Nach Abschluss einer mehrmonatigen Grundinstandsetzung im Marinearsenal in Wilhelmshaven traf in dieser Woche außerplanmäßig die deutsche Fregatte „Brandenburg“ bei German Dry Docks (GDD) zu einer rund 14-tägigen Dockung in Bremerhaven ein. Grund: Dort erfolgt der Einbau des unter dem Wulstbug befindlichen Bugsonars, wichtigster Bestandteil für die Hauptaufgabe der vier Fregatten dieser Klasse, die vor über 20 Jahren für die U-Boot-Jagd konzipiert wurden.
19.08.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Christian Eckardt
Fregatte „Brandenburg“ bekommt neue Ohren und Augen

Die Fregatte "Brandenburg" erhält in Bremerhaven ein neues Bugsonar.

Picasa und Christian Eckardt, Christian Eckardt

Bremerhaven. Nach Abschluss einer mehrmonatigen Grundinstandsetzung im Marinearsenal in Wilhelmshaven traf in dieser Woche außerplanmäßig die deutsche Fregatte „Brandenburg“ bei German Dry Docks (GDD) zu einer rund 14-tägigen Dockung in Bremerhaven ein. Grund: Dort erfolgt der Einbau des unter dem Wulstbug befindlichen Bugsonars, wichtigster Bestandteil für die Hauptaufgabe der vier Fregatten dieser Klasse, die vor über 20 Jahren für die U-Boot-Jagd konzipiert wurden. „Das Sonar sind die Augen und Ohren dieser Fregatte“, so GDD-Projektleiter Stefan Lattermann.

Das Sonar stammt von Atlas Elektronik aus Bremen und ist etwa sechs Meter lang und 2,5 Meter breit. Es müsse passgenau in das dazugehörige Fenster unterhalb des Schiffes eingebaut und anschließend abgedichtet werden, eine Arbeit mit einem hohen Qualitätsanspruch, so Lattermann. Eine Aufgabe, die GDD schon mehrfach für Aufträge der Marine in der Vergangenheit durchgeführt habe.

Die beim Fregattengeschwader in Wilhelmshaven beheimatete 139 Meter lange und 16,7 Meter breite „Brandenburg“ vom Typ F123 ist das Typschiff der aus vier Fregatten bestehenden „Brandenburg-Klasse“. Sie wurde bei der Werft Blohm + Voss AG in Hamburg erbaut und 1994 in Dienst gestellt. An Bord können für die U-Boot-Jagd bis zu zwei Sea Lynx MK 88 A–Hubschrauber mitgeführt werden. Die Besatzungsstärke beträgt maximal 236 Personen.

German Dry Docks hat in der Vergangenheit immer wieder erfolgreich Aufträge der Marine abgewickelt. Und für die Zukunft hat sich das Unternehmen noch breiter aufgestellt: Jüngst erfolgte die Fusion mit der MWB Motorenwerke Bremerhaven AG. Das Schiffsreparatur-Unternehmen firmiert unter dem Namen German Dry Docks AG mit dem Geschäftsbereich MWB Power.

„Durch die Bündelung unserer Kräfte können wir unseren Kunden die kompletten Leistungen rund um Schiff und Antrieb noch effizienter als bislang anbieten“, begründet GDD-Vorstand Guido Försterling den Zusammenschluss der bisherigen Partnerfirmen. Die neue German Dry Docks Aktiengesellschaft beschäftigt 183 Fachkräfte. Sie hat Zugriff auf neun Docks in Bremerhaven und Cuxhaven. Die Fusion verstehen die Bremerhavener Schiffspezialisten als Antwort auf die rasant wachsenden Herausforderungen auf dem weltweiten Markt für die Wartung, Instandsetzung, Reparatur und den Umbau von Schiffen. „Angesichts des anhaltenden Kostendrucks in der Schifffahrt erwarten die Reeder einen schnellen und effizienten Service“, sagt Försterling. In der partnerschaftlichen Zusammenarbeit waren MWB und GDD bereits gut aufgestellt: „Jetzt sind unsere Strukturen noch schlanker.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+