Bremen

Gabriel verteidigt Wind-Ausbauziele

Hamburg. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die Bedeutung der Windenergie für die Energiewende unterstrichen, gleichzeitig aber die gedrosselten Ausbauziele der Bundesregierung verteidigt. „Die Windenergie braucht keinen Welpenschutz mehr“, sagte Gabriel bei der Eröffnung der Messe WindEnergy am Dienstag in Hamburg.
28.09.2016, 00:00
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Gabriel verteidigt Wind-Ausbauziele
Von Peter Hanuschke

Hamburg. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die Bedeutung der Windenergie für die Energiewende unterstrichen, gleichzeitig aber die gedrosselten Ausbauziele der Bundesregierung verteidigt. „Die Windenergie braucht keinen Welpenschutz mehr“, sagte Gabriel bei der Eröffnung der Messe WindEnergy am Dienstag in Hamburg. „Sie muss sich den Herausforderungen des Marktes stellen.“ Der erneuerbaren Energien leisteten mittlerweile den größten Beitrag zur deutschen Stromversorgung und die Windenergie habe daran den wesentlichen Anteil. „Mit dem Motto je schneller, desto besser sind wir jedoch an Grenzen gestoßen.“ Nun komme es darauf an, mit dem Netzausbau nachzuziehen. Für die Investoren in die Windenergie gebe es klare Rahmenbedingungen und eine gute Investitionsgrundlage. Die deutsche Windenergie-Branche kritisiert die Politik der Bundesregierung, weil mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Ausbauziele für die Windenergie in den kommenden Jahren zu niedrig angesetzt seien. In den Jahren 2021 und 2022 dürfen noch jeweils 500 Megawatt Offshore-Windkraft dazugebaut werden, von 2023 bis 2025 dann 700 Megawatt. Damit würde der Zubau auf etwa einen Windpark pro Jahr begrenzt.

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