Energiekonzern steckt 20 Millionen Euro in den Standort Bremen-Nord GDF Suez modernisiert Kraftwerk Farge

Bremen. Der Energiekonzern GDF Suez investiert rund 20 Millionen Euro in die technische Aufrüstung seines Kraftwerks in Bremen-Farge. Zur Jahresmitte wird die Anlage für sieben Wochen vom Netz gehen, damit wichtige Komponenten wie Kessel, Stromgenerator und Leitstandtechnik teilweise erneuert werden können.
01.04.2014, 00:00
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GDF Suez modernisiert Kraftwerk Farge
Von Jürgen Theiner

Der Energiekonzern GDF Suez investiert rund 20 Millionen Euro in die technische Aufrüstung seines Kraftwerks in Bremen-Farge. Zur Jahresmitte wird die Anlage für sieben Wochen vom Netz gehen, damit wichtige Komponenten wie Kessel, Stromgenerator und Leitstandtechnik teilweise erneuert werden können.

Die Ankündigung des französischen Strom- und Gasgiganten kommt inmitten eines Strukturwandels in der deutschen und europäischen Stromwirtschaft, der die Existenz vieler konventioneller Kraftwerke infrage stellt. Immer mehr Strom aus regenerativen Quellen drängt in die Netze – zulasten fossiler Energieträger. Gas- und Kohlekraftwerken fällt immer mehr die Aufgabe zu, die Schwankungen bei der Erzeugung von Wind- und Sonnenstrom auszugleichen.

Die für den Sommer geplante Modernisierung soll das Kraftwerk Farge insbesondere für diese Funktion fit machen. Farge werde ein Standort, „den man schnell hoch- und runterfahren kann“, beschreibt Standortleiter Marco Meyer die Stoßrichtung der Millioneninvestition. Er ist überzeugt: „Wir werden das letzte Kohlekraftwerk sein, das dichtmacht.“ Auch weil die Anlage schon bisher einen deutlich überdurchschnittlichen Wirkungsgrad hat. Er beträgt 42,5 Prozent, der Schnitt der deutschen Kohlekraftwerke liegt bei knapp 38 Prozent.

Gleichwohl lastet auch auf dem Standort in Bremen-Nord ein hoher Kostendruck, der aus dem Verfall der Strompreise am Markt resultiert. GDF Suez will ihn durch ein ganzes Maßnahmenbündel auffangen, unter anderem durch eine verbesserte Werklogistik und eine Senkung der Brennstoffkosten. Tiefere Einschnitte in die Belegschaft sind gegenwärtig offenbar nicht geplant

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Im Kraftwerk Farge arbeiten gut 150 Menschen, davon knapp die Hälfte über Leiharbeitsfirmen.

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