Deutsche bevorzugen sichere Anlagen

Geldvermögen gewachsen

Frankfurt/Main. Die Menschen in Deutschland haben immer größere Geldvermögen. Zwar bevorzugen die privaten Haushalte trotz niedriger Zinsen nach wie vor kurzfristige und risikoarme Anlageformen.
18.10.2014, 00:00
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Die Menschen in Deutschland haben immer größere Geldvermögen. Zwar bevorzugen die privaten Haushalte trotz niedriger Zinsen nach wie vor kurzfristige und risikoarme Anlageformen. Dennoch wuchs ihr Geldvermögen von April bis Juni um 57 Milliarden Euro auf 4,976 Billionen Euro, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Dabei stieg das Vermögen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen vor allem durch Transaktionen. Mit knapp 21 Milliarden Euro entfiel der kleinere Teil des Vermögensanstiegs auf Bewertungsgewinne, vor allem aus Aktien und Anteilen an Investmentfonds. Immobilien oder Kunstwerke sind in der Statistik nicht enthalten.

Mit gut 19 Milliarden Euro entfiel ein Großteil der transaktionsbedingten Zuflüsse erneut auf Bankeinlagen. Dabei steckten die Menschen ihr Geld vor allem in Sichteinlagen einschließlich Bargeld (plus von 23 Milliarden Euro), die allerdings kaum Zinsen abwerfen. Termin- und Spareinlagen wurden hingegen per saldo um vier Milliarden abgebaut. „Damit setzte sich die im Umfeld niedriger Zinsen bereits seit längerem zu beobachtende Präferenz der privaten Haushalte für liquide Anlageformen fort“, betonte die Bundesbank. Auch Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionseinrichtungen stockten die Sparer um gut 18 Milliarden Euro auf. Aus Sicht der Notenbank deutet die anhaltende Bevorzugung von Anlageformen, die typischerweise als risikoarm gelten, auf eine weiterhin hohe Risikoaversion der privaten Haushalte hin. Dafür spreche auch, dass sich die privaten Haushalte auf den Kapitalmärkten weiter zurückhielten. Im zweiten Quartal kauften sie nach den Angaben Anteile an Investmentfonds im Umfang von knapp sieben Milliarden Euro und Aktien im Volumen von knapp vier Milliarden Euro.

Gleichzeitig nutzen die Verbraucher das niedrige Zinsniveau für die Kreditaufnahme. Ein Großteil der Neukredite von knapp sechs Milliarden Euro entfalle auf Wohnungsbaukredite. Die gesamten Verbindlichkeiten der privaten Haushalte stiegen auf 1,571 Billionen Euro.

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