Verbraucherzentrale: Nicht jeder Behälter ist lebensmitteltauglich

Glas ist die beste Wahl

Bremen. Die Eisverpackung mit Deckel, die Kunststoffflasche für Orangensaft oder die praktische Margarine-Dose – sie alle bieten sich auf den ersten Blick für eine Wiederverpackung von Lebensmitteln an. Die Verbraucherzentrale Bremen warnt jedoch.
02.08.2016, 00:00
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Glas ist die beste Wahl

Eine Glasflasche wird im Schnitt 50 Mal wiederverwendet.

imago stock&people, imago/BildFunkMV

Bremen. Die Eisverpackung mit Deckel, die Kunststoffflasche für Orangensaft oder die praktische Margarine-Dose – sie alle bieten sich auf den ersten Blick für eine Wiederverpackung von Lebensmitteln an. Die Verbraucherzentrale Bremen warnt jedoch. Die Eisverpackung etwa könne nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums spröde werden und Bestandteile an die Essensreste abgeben, die darin neu eingefroren werden. Das gelte auch für andere Verpackungen, die wiederverwendet werden.

Unerwünschte, gesundheitsgefährdende Stoffe könnten aber auch in Originallebensmittel migrieren, zum Beispiel von der bunten Papp- oder Papierverpackung ins Müsli, in die Haferflocken oder in den Reis. Sie stammten aus den Farben des mineralölhaltigen Altpapiers, das wieder zu Pappe oder Papier recycwelt wird, erklärt Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale. Habe das Lebensmittel eine besonders große Oberfläche ist es auch noch lange haltbar, könne die Menge der schädlichen Stoffe besonders groß sein. Oelmann fordert, hier müsse die Europäische Kommission endlich handeln und zum Schutze der Verbraucher entsprechende Vorschriften erlassen.

Das einzige Verpackungsmittel, das keine Stoffe an Lebensmittel abgebe, sei Glas, sagt die Verbraucherexpertin. Es lasse sich gut recyceln und habe eine gute Klimabilanz – eine Glasflasche wird demnach im Schnitt etwa 50 Mal wiederverwendet. Eine PET-Flasche bringe es dagegen im Schnitt nur auf 16 Umläufe. Trotz des höheren Gewichts sollten deshalb Lebensmittel im Mehrwegglas – wie Joghurt, Säfte oder Milch – von Konsumenten bevorzugt werden. Lebensmittel in bunten Verpackungen sollten nur gekauft werden, wenn sie auch einen Innenbeutel haben. Fleisch aus der Kühltheke sollte zum Einfrieren in Tiefkühldosen oder -tüten umgepackt werden, das Originalverpackungsmaterial von Fleisch sei dagegen nicht für die Gefriertruhe geeignet.

Fragen zum Thema beantwortet die Verbraucherzentrale dienstags von 10 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr unter Telefon 0421 / 160 77 54.

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