Zusammenfassung GM-Urgestein Bob Lutz hört auf

Detroit. Die US-Autoindustrie verliert eine ihrer bekanntesten Persönlichkeiten: Bob Lutz hört zum 1. Mai bei General Motors auf. Der 78 Jahre alte Tausendsassa kümmerte sich zuletzt um Entwicklung und Design. Lutz' Arbeit werde noch Jahre nachwirken, lobte Konzernchef Edward Whitacre.
04.03.2010, 11:10
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Detroit. Die US-Autoindustrie verliert eine ihrer bekanntesten Persönlichkeiten: Bob Lutz hört zum 1. Mai bei General Motors auf. Der 78 Jahre alte Tausendsassa kümmerte sich zuletzt um Entwicklung und Design. Lutz' Arbeit werde noch Jahre nachwirken, lobte Konzernchef Edward Whitacre.

Lutz ist seit 47 Jahren in der Branche, vor GM war er bei BMW, Chrysler und Ford. Bei seinem letzten Arbeitgeber sprang der Veteran immer da ein, wo Not am Mann war. Er half mit, die Insolvenz im vergangenen Jahr zu überstehen. Zwischenzeitlich war er auch als Übergangschef bei Opel im Gespräch.

"Ich kann selbstbewusst sagen, dass der Job, für den ich vor mehr als neun Jahren gekommen bin, erledigt ist", sagte Lutz. GM stehe heute besser da denn je. Lutz hatte die angestaubte Modellpalette überholt. Viele der jetzigen Verkaufsschlager gehen auf ihn zurück. Zwischenzeitlich war er auch für den Verkauf zuständig gewesen.

Mit Lutz geht einer der letzten GM-Manager der alten Garde. Der branchenfremde Whitacre, der erst Verwaltungsrats- und später Konzernchef wurde, hatte nach überstandener Insolvenz im vergangenen Sommer kräftig aufgeräumt. Erst am Dienstag besetzte er den US- Vertrieb nach enttäuschenden Verkaufszahlen um.

GM-Veteran Lutz hatte ursprünglich schon zum Ende des vergangenen Jahres aufhören wollen, nach dem geglückten Neustart entschied er sich aber zum Bleiben. Zuletzt hatte er mehrfach gesagt, er denke nicht ans Aufhören. US-Medien deuteten an, dass Whitacre zuletzt aber die Befugnisse von Lutz beschnitten hatte.

Der erfahrene Automanager Lutz war in der Vergangenheit oft durch seine direkte, unverblümte Art angeeckt. Speziell in Deutschland machte er sich wenig Freunde. Opelaner werfen ihm vor, er sei mitverantwortlich dafür, dass sich die Marke zu langsam weiterentwickelt habe und deshalb heute in Schwierigkeiten stecke. (dpa)

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