Kreuzschiffahrt Rammschlag für neue Columbuskaje

Die Kreuzfahrtbranche ist wieder auf dem Weg zur Normalität - auch in der Seestadt Bremerhaven. Am Freitag ist dort der Baubeginn für die neue Columbuskaje am Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven.
04.11.2021, 17:24
Lesedauer: 2 Min
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Rammschlag für neue Columbuskaje
Von Peter Hanuschke

Bis zur Corona-Krise boomte das Kreuzfahrtgeschäft. Im vergangenen Jahr gab es für die meisten Reedereien den Totaleinbruch. Inzwischen erholt sich die Branche langsam, aber sie ist noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt – das macht sich auch in Bremerhaven bemerkbar. Aber nicht nur die Branche ist überzeugt davon, dass das Reisen auf dem Wasser irgendwann wieder zur Normalität wird – auch der Bremer Senat geht davon aus: Die Mittel für den Neubau der Columbuskaje – dort legen die Kreuzfahrtschiffe in Bremerhaven an – hat er schon vor einigen Monaten freigegeben, an diesem Freitag erfolgt nun der erste Rammschlag.

Die Columbuskaje liegt im stadtbremischen Überseehafengebiet und erstreckt sich auf einer Länge von 1000 Metern von der Südspitze der Columbusinsel bis zur sogenannten Kaje 66 im Norden. Sie dient vorrangig der Abfertigung und Ausrüstung von Kreuzfahrtschiffen. Der Bau soll in drei Abschnitten erfolgen, um auch weiterhin einen Kreuzfahrtbetrieb zu ermöglichen. Die Gesamtmaßnahme, die mit etwa 80 Millionen Euro kalkuliert wird, soll 2025 fertiggestellt sein.

Dass sich die Branche erholt, zeigt sich an den Zahlen: Etwa 40 Anläufe gab es bislang in diesem Jahr an der Columbuskaje. "Und das Geschäft ging erst ab Juni los", so Veit Hürdler, Geschäftsführer vom Columbus Cruise Center Bremerhaven. Dass es noch mehr Anläufe geben wird, dafür sorgen die Reedereien Tui Cruises und Phoenix Reisen. "Sie bieten auch Reisen ab Bremerhaven in den Wintermonaten an." Für die nächste Hauptsaison in 2022 hat Hürdler bereits 105 Anläufe in den Büchern stehen. "Das sind noch nicht die Zahlen von vor der Krise, da hatten wir 120 bis 130 Anläufe, aber da werden wir sicherlich 2023 wieder sein."

Im Vorfeld des ersten Rammschlags hatte Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) auf die Bedeutung dieser Maßnahme hingewiesen: „Das Kreuzfahrtterminal braucht diese neue Kaje dringend.“ Man wolle an die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre vor der Corona-Krise anknüpfen. Deshalb sei es zwingend notwendig, die nicht mehr standsichere alte Kaje durch einen Neubau zu ersetzen.

Geplant ist, eine neue Spundwand mit etwa 20 Meter Abstand zur bestehenden Kaje in die Weser zu rammen und den Zwischenraum mit Sand zu verfüllen und neu zu befestigen. Durch das Vorsetzen der neuen Spundwand werden nach Angaben von Bremenports etwa 17.000 Quadratmeter der Bundeswasserstraße landfest gemacht. Die Fläche geht in das Eigentum des Landes über.

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