Memorandum verabschiedet Neuer Schub für Weservertiefung

Die Initiative "Zukunft Weser" hat sich in einer gemeinsamen Erklärung für den umstrittenen Ausbau ausgesprochen. Dahinter stehen Unternehmen, Verbände, Kommunen und Gewerkschaften.
06.07.2021, 13:56
Lesedauer: 1 Min
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Neuer Schub für Weservertiefung
Von Stefan Lakeband

Die Diskussion um die Vertiefung der Weser hat neuen Schwung bekommen. So sieht es Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD). Sie begrüßt ein Memorandum der Initiative „Zukunft Weser“. Diese hatte sich am Freitag für eine Anpassung der Fahrrinne ausgesprochen.

Hinter der Initiative stehen die Industrie- und Handelskammern Bremen und Oldenburg, der Magistrat der Stadt Bremerhaven, der Rat der Stadt Brake, Unternehmen, Verbände und Gewerkschaften. „Unser Ziel ist, bei den geplanten Anpassungsmaßnahmen Ökonomie und Ökologie in der Flussregion Weser in Einklang zu bringen“, sagt Uwe Beckmeyer, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Weser und Mitinitiator des Arbeitskreises "Zukunft Weser". Gesetzlich sei klar vorgegeben, dass im Rahmen der Fahrrinnenanpassung negative Auswirkungen zu vermeiden oder durch geeignete Maßnahmen zu kompensieren seien.

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Seit mehr als 20 Jahren wird im Bereich der Außen- und Unterweser über eine Vertiefung gestritten. Aus Sicht der Befürworter ist sie unverzichtbar, um eine bessere Erreichbarkeit der Häfen für immer größer werdende Handelsschiffe zu gewährleisten. Für die Gegner ist sie ein unnötiger Eingriff in die Natur. 2011 wurde der Planfeststellungsbeschluss zur Weservertiefung zwar genehmigt, er konnte aber nicht umgesetzt werden. Es folgten Klagen, und 2016 hat das Bundesverwaltungsgericht den Planfeststellungsbeschluss für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt. Im Frühjahr wurde ein neues Verfahren gestartet.

Ziel der Anpassung der Außenweser ist, dass Schiffe mit einer Abladetiefe von 13,5 Metern (bisher 12,8 Meter) die Terminals in Bremerhaven tideunabhängig ansteuern und verlassen können; der Ausbau der Unterweser (Nord) soll Schiffen mit einer Abladetiefe von 12,8 Metern (bisher 11,9 Meter) ermöglichen, den Seehafen Brake tideabhängig zu erreichen.

Der Hafenausschuss Ende September wird sich mit dem aktuellen Stand zur Weservertiefung beschäftigen. Dann soll Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, über den Fortschritt der Planungen vonseiten des Bundes berichten.

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