Sozialplan für Terminals in Bremerhaven

Eurogate kommt ohne Kündigungen aus

Bei seinen Sparplänen ist der Terminalbetreiber Eurogate in Bremerhaven bisher auch davon ausgegangen, Mitarbeiter entlassen zu müssen. Diese Pläne sind nun vom Tisch.
28.07.2021, 18:33
Lesedauer: 1 Min
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Eurogate kommt ohne Kündigungen aus
Von Florian Schwiegershausen
Eurogate kommt ohne Kündigungen aus

Das Container-Terminal in Bremerhaven von Eurogate. Hier soll es nun bis 2024 doch keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Eurogate

Eurogate kommt an seinem Terminal in Bremerhaven ohne Kündigungen aus. Darauf haben sich die Geschäftsführung und der Betriebsrat geeinigt. Man wolle schauen, inwiefern man mit Pensions- und Altersteilzeitregelungen arbeiten könne, heißt es. Wie die "Nordsee-Zeitung" zuerst berichtet hat, seien betriebsbedingte Kündigungen damit bis 2024 in Bremerhaven vom Tisch. Sie beruft sich dabei auf Eurogate-Sprecher Steffen Leuthold. Weitere Details nannte das Unternehmen nicht.

Vor gut einem Jahr informierte Eurogate die Beschäftigten über die allgemeine Situation. Damals kündigte die Geschäftsführung an, bis 2024 Kosten in Höhe von 84 Millionen einsparen zu wollen. Davon solle allein Bremerhaven 41 Millionen Euro erbringen. Im Vergleich zu den Häfen Antwerpen und Rotterdam müsse man an den Terminals in Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hamburg effizienter werden. Zum Vergleich nannte die Leitung folgende Zahlen: Während Containerbrücken in Antwerpen im Durchschnitt 30 bis 32 Bewegungen pro Stunde schafften, seien es bei Eurogate 20 bis 25 Bewegungen – trotz höherer Kosten und mehr Personal im Einsatz. Ein spezielles Team hatte 2020 seine Arbeit aufgenommen, um die Transformation anzugehen.

An den deutschen Standorten war Eurogate, das je zur Hälfte der BLG und Eurokai gehört, im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Unabhängig von der Effizienz hatten auch die Auswirkungen der Pandemie dazu beigetragen. Inzwischen plant Eurogate, am Terminal in Bremerhaven weitere Kräfte einzustellen.

Die weitere Baustelle für das Unternehmen sind die Gespräche mit Hamburgs Hafenterminalgesellschaft HHLA. Auf Senatsebene wollen sich Vertreter Bremens und Hamburgs im August das nächste Mal treffen. Es geht um eine stärkere Kooperation, um gemeinsam gegenüber Antwerpen und Rotterdam nicht den Anschluss zu verlieren.

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