Bau Hochtief vermisst Gesprächsbereitschaft bei ACS

Essen. Die Führung des Baukonzerns Hochtief vermisst im Streit mit dem spanischen Mehrheitsaktionär ACS um eine Übernahme dessen Gesprächsbereitschaft. Aufsichtsratsmitglied Hans-Peter Keitel sagte der "Süddeutschen Zeitung", Hochtief habe auch selbst schon andere Firmen übernommen.
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Essen. Die Führung des Baukonzerns Hochtief vermisst im Streit mit dem spanischen Mehrheitsaktionär ACS um eine Übernahme dessen Gesprächsbereitschaft. Aufsichtsratsmitglied Hans-Peter Keitel sagte der "Süddeutschen Zeitung", Hochtief habe auch selbst schon andere Firmen übernommen.

Aber "wir sind erst dann friedlich zusammengekommen, wenn das Ergebnis aus Sicht aller Beteiligten positiv war". ACS wolle die Mehrheit an Hochtief, ohne Gespräche über Kooperationen zu führen.

Hochtief-Vorstandschef Herbert Lütkestratkötter betonte, er selbst sei zu Gesprächen bereit. Er sagte dem "Spiegel": "Wenn die Spanier als Aktionär mit mir reden wollen und mir eine andere Haltung kundtun wollen, als es der Markt gerade tut, dann verschließe ich mich natürlich nicht."

Am Vortag hatte das Emirat Katar nach einer Kapitalerhöhung alle neuen Aktien von Hochtief übernommen und ist damit nun mit 9,1 Prozent an dem Essener Baukonzern beteiligt. Dadurch schrumpfte der ACS-Anteil an Hochtief von 29,98 Prozent auf rund 27,2 Prozent. Dadurch wird den Spaniern die gewünschte Übernahme von Hochtief erschwert.

Hochtief begründet die engere Kooperation mit Katar jedoch nicht mit dem Abwehrkampf gegen ACS, sondern mit strategischen Überlegungen. Man wolle beim Bau der Stadien für die Fußball-WM 2022, die gerade nach Katar vergeben wurde, eine wichtige Rolle spielen, sagte Hochtief-Chef Lütkestratkötter. (dpa)

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