Tarife IG Metall ruft Stahlkocher zu Warnstreiks auf

Düsseldorf. Bei den Stahlkochern soll es von Mittwoch an zu Warnstreiks kommen. Die IG Metall rief die rund 85 000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie zu Aktionen auf. Damit solle im laufenden Tarifstreit Druck auf die Stahlarbeitgeber aufgebaut werden, teilte die Gewerkschaft mit.
20.09.2010, 15:30
Lesedauer: 1 Min
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Düsseldorf. Bei den Stahlkochern soll es von Mittwoch an zu Warnstreiks kommen. Die IG Metall rief die rund 85 000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie zu Aktionen auf. Damit solle im laufenden Tarifstreit Druck auf die Stahlarbeitgeber aufgebaut werden, teilte die Gewerkschaft mit.

Die Arbeitgeber hatten auch bei der zweiten Verhandlungsrunde am vergangenen Freitag kein Angebot vorgelegt. Die IG Metall verlangt unter anderem Einkommenserhöhungen von sechs Prozent. Gefordert wird auch eine gleiche Entlohnung von Leiharbeitern und Festangestellten.

Warnstreiks soll es am Mittwoch in Salzgitter und Dortmund geben, am Donnerstag dann unter anderem in Duisburg und Bochum sowie am Freitag in Mülheim/Ruhr und an anderen Standorten. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 29. September vorgesehen. Der Ort steht noch nicht fest.

Die Arbeitgeber äußerten sich zurückhaltend zu dem Aufruf. «Wenn die IG Metall meint, in der jetzigen Phase bereits Warnstreiks durchführen zu müssen, dann liegt das in ihrem Ermessen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Stahl, Bernhard Strippelmann, der dpa. Er halte den Zeitpunkt für verfrüht, zumal die dritte Runde ja schon verabredet sei.

IG Metall-Verhandlungsführer Oliver Burkhard sprach von «Blockadehaltungen» der Arbeitgeber. «Jetzt werden wir mit Warnstreiks deutlich machen, dass wir es ernst meinen mit Fairness beim Geld, für Leiharbeiter, Auszubildende und Ältere», sagte er laut der Mitteilung. Burkhard ist IG Metall-Bezirksleiter in Nordrhein- Westfalen.

Das größte Tarifgebiet in der Stahlindustrie umfasst die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen sowie einen Standort in Hessen. (dpa)

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