Gästeabend der Kieserling Stiftung / Präsidentin Windt hält Vortrag JUB: Verzahnung mit Firmen

Bremen. Gute Nachrichten für die Logistik-Wirtschaft: Auch in diesem Jahr unterstützt die Kieserling Stiftung wieder elf Organisationen und Projekte mit finanziellen Mitteln. Das gab der Stiftungsrat, der Ende vergangener Woche tagte, im Anschluss an seine Sitzung bekannt.
11.04.2014, 00:00
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JUB: Verzahnung mit Firmen
Von Maren Beneke

Gute Nachrichten für die Logistik-Wirtschaft: Auch in diesem Jahr unterstützt die Kieserling Stiftung wieder elf Organisationen und Projekte mit finanziellen Mitteln. Das gab der Stiftungsrat, der Ende vergangener Woche tagte, im Anschluss an seine Sitzung bekannt. Zu den geförderten Institutionen gehören unter anderem die Hochschule für internationale Wirtschaft und Logistik, der Forschungsverbund Maritimes Recht und die Jacobs University Bremen (JUB), an der mithilfe des Geldes Intensivsprachkurse Deutsch für Logistikstudenten angeboten werden können. Insgesamt beläuft sich die Summe, die die Kieserling Stiftung in diesem Jahr für die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie Bildung und Erziehung in den Bereichen Verkehrswirtschaft und Logistik in die Hand nimmt, auf knapp 200 000 Euro.

Seit Gründung der Institution 2004 – die Kieserling Stiftung feiert ihr zehnjähriges Bestehen im Sommer – schüttete die Organisation knapp 2,2 Millionen Euro aus. „Es ist nicht ganz einfach, ein Vermögen in solch bewegten Zeiten zu halten“, sagte Jürgen Roggemann, Vorsitzender des Stiftungsrates beim Gästeabend im Anschluss der Sitzung. „Ich bin stolz, dass wir das geschafft haben.“ Als Gastrednerin für den Abend in kleiner Runde hatte die Kieserling Stiftung die Präsidentin der Jacobs University, Katja Windt, eingeladen. Die Antwort auf das Thema ihres Vortrags „Hat die Jacobs University noch eine Chance?“ gab Windt gleich zu Beginn ihrer Ansprache: „Ich glaube schon“, sagte sie, „und wir wollen die Chance und Perspektive, die wir haben, auch nutzen.“

Ab 2018 erhält die Jacobs University, so sieht es ein Vertrag zwischen Hochschule, Jacobs Foundation und dem Land Bremen vor, kein öffentliches Geld mehr, sondern nur noch zehn Millionen Schweizer Franken jährlich von der Jacobs Foundation. Bis dahin hilft Bremen mit drei Millionen Euro im Jahr. Ein harter Konsolidierungskurs soll nun dazu führen, dass die Hochschule bis dahin auf eigenen Beinen steht.

„Natürlich ist das eine unternehmerische Herausforderung“, sagte Katja Windt beim Gästeabend der Stiftung. Von Defiziten will die Hochschulpräsidentin aber nichts wissen. „Wir haben einen ausgeglichenen Haushalt, sind bis 2018 durchfinanziert. Das können nicht viele von sich behaupten.“ Förderpotenzial sieht Windt unter anderem in der engeren Verzahnung mit Unternehmen aus der Region. Eines der Stichwörter, die sie in diesem Zusammenhang nannte, war das „marktorientierte Studienprofil“. Firmen könnten sich zukünftig etwa über Stipendien finanziell engagieren. Und weiter: „Ein Studiengang ist ein Produkt, das am Markt positioniert werden muss.“ An der Ausrichtung der Jacobs University mit Werten wie Interkulturellität und Internationalität solle sich grundsätzlich aber nichts ändern. Windt: „Wir bleiben interdisziplinär.“

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