Auto Karmann und Mercedes beenden Streit

Osnabrück . Der insolvente Autozulieferer Karmann und Mercedes haben ihren Streit um ausstehende Millionen-Zahlungen beendet. «Wir haben eine Gesamtlösung erzielt», sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Dienstag und bestätigte damit Medienberichte.
19.01.2010, 14:30
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Osnabrück . Der insolvente Autozulieferer Karmann und Mercedes haben ihren Streit um ausstehende Millionen-Zahlungen beendet. «Wir haben eine Gesamtlösung erzielt», sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Dienstag und bestätigte damit Medienberichte.

Karmann hatte offene Rechnungen bei Mercedes, im Gegenzug stellten die Stuttgarter Autobauer Forderungen gegen Karmann aus Gewährleistungsansprüchen. Jetzt sei die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit zwischen Karmann und Mercedes gelegt, sagte der Sprecher. Zur Höhe der Zahlungen sagte er nichts. Zuletzt war von Forderungen Karmanns von etwa 20 Millionen Euro die Rede.

Im Streit ums Geld hatten die Karmann-Arbeiter im vergangenen Herbst sogar die Produktion zeitweise niedergelegt. In der Folge stoppte die Fertigung des Mercedes SLK im Werk Bremen. Karmann liefert für das Auto Teile der Karosserie sowie den Unterboden. Außerdem hat das Osnabrücker Unternehmen den Auftrag für das Verdeck der neuen E-Klasse. «Wir wollen mit einem sehr verlässlichen Kunden weiter zusammenarbeiten», sagte der Sprecher Hermanns.

Im Bereich Verdeckbau seien die Verhandlungen über einen Verkauf noch nicht beendet. «Hier müssen noch kartell- und arbeitsrechtliche Fragen geklärt werden», sagte er. Die Gespräche seien ernsthaft, es sei aber noch Geduld nötig, bis es zu einem Abschluss komme. Laut Berichten gilt Karmann-Konkurrent Magna als Favorit für eine Übernahme. Auch noch keinen Abschluss gebe es bei den Verhandlungen mit Volkswagen über Aufträge für den Werkzeugbau. Derzeit bereitet VW in Osnabrück die Produktion des Golf Cabrio vor. Nach Meldungen in den vergangenen Tagen könnte das zu Aufträgen für die Sparte Werkzeugbau von Karmann führen, so dass bereits ausgesprochene Kündigungen wieder zurückgenommen werden könnten. «Wir hoffen, dass es Aufträge gibt, aber den Umfang bestimmt der mögliche Auftraggeber Volkswagen», betonte der Sprecher Hermanns.  (dpa)

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