Umfangreiche Reform geplant Kassen: Kliniken modernisieren

Berlin. Die Krankenkassen haben von Bund und Ländern einen Modernisierungsschub für das bundesweite Kliniknetz gefordert. Dazu sei eine „aktive und gestaltende Krankenhausplanung“ notwendig, die sich „konsequent am Bedarf der Patienten und an Qualitätskriterien“ orientiere, forderte der AOK-Bundesverband am Montag in Berlin.
09.09.2014, 00:00
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Die Krankenkassen haben von Bund und Ländern einen Modernisierungsschub für das bundesweite Kliniknetz gefordert. Dazu sei eine „aktive und gestaltende Krankenhausplanung“ notwendig, die sich „konsequent am Bedarf der Patienten und an Qualitätskriterien“ orientiere, forderte der AOK-Bundesverband am Montag in Berlin. Für die Krankenhausplanung sind die Länder zuständig.

Am Nachmittag tagte erstmals nach der Sommerpause die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform. Sie will bis Ende des Jahres Ergebnisse vorlegen. Auf dieser Basis soll dann ein Reformgesetz angegangen werden. Zu den zentralen Themen der Arbeitsgruppe gehört eine Neugestaltung der Klinikfinanzierung, eine bundesweite Strukturanpassung des Krankenhausnetzes sowie mehr Qualitätstransparenz. Vor allem Strukturanpassung und Qualitätsmanagement sind zwischen Kliniken und Krankenkassen umstritten.

Kassenärzte und die Krankenkasse Barmer GEK plädierten im Zusammenhang mit den Anpassungen der Krankenhausstruktur für eine bessere Aufteilung von ambulanter und stationärer Behandlung. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, erinnerte an den Grundsatz „ambulant vor stationär“. Dieser werde „quer durch die Republik sehr unterschiedlich umgesetzt“. Ein Grund sei, dass Budgetverhandlungen zwischen Kassen und Kliniken „nicht den realen Versorgungsbedarf in einer Region berücksichtigen, sondern vor allem Strukturen und Leistungsmengen der Vergangenheit fortschreiben“, sagte Gassen.

Der AOK-Bundesverband kritisierte in einem Positionspapier zum Bund-Länder-Treffen: „Die Krankenhauslandschaft in Deutschland ist gekennzeichnet durch das Nebeneinander von Über-, Unter- und Fehlversorgung.“ Vor allem in Ballungsräumen gebe es Überkapazitäten und Doppelstrukturen. In ländlichen Räumen bestünden dagegen Lücken im Versorgungsauftrag.

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