Bremen

Klage gegen Fondsgesellschaft

Bremen. Die Bremer Kanzlei Hahn Rechtsanwälte hat gegen die Gründungskommanditistinnen der MPC Capital Investments GmbH und TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH Klage wegen Prospekthaftung eingereicht.
30.07.2014, 00:00
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Die Bremer Kanzlei Hahn Rechtsanwälte hat gegen die Gründungskommanditistinnen der MPC Capital Investments GmbH und TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH Klage wegen Prospekthaftung eingereicht.

Nach Auffassung der Anwälte werden die bestehenden Risiken der Beteiligungen in Emissionsprospekten für die MPC Rendite-Fonds Leben eklatant verharmlost. „Tatsächlich steht inzwischen fest, dass nicht einmal der Kapitalerhalt noch erreicht wird“, sagte Rechtsanwalt Gregor Decken. Es handele sich um geschlossene Fonds, die in „gebrauchte“ deutsche Lebensversicherungen investiert haben. Die Lebensversicherungen sollten günstig eingekauft, die Prämien bis zum Vertragsablauf von der Fondsgesellschaft weiter bedient und zur jeweiligen Fälligkeit die Versicherungssumme vereinnahmt werden.

Aufgrund der bei deutschen Lebensversicherungen bestehenden Garantieverzinsung wurden die Fonds als ausgesprochen sichere Anlage empfohlen. Insgesamt konnten so bei den Anlegern in den Jahren 2004 bis 2006 für beide Fonds zusammen 226 Millionen Euro eingesammelt werden. Neben den genommenen Gründungs- und Treuhandkommanditistinnen stünden auch die beratenden Banken, Sparkassen und freien Vertriebe in der Haftung. Die Kanzlei plant weitere Klagen gegen ähnliche Fonds der Investmentgesellschaft.

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