Anlegern droht Totalverlust

Klage wegen Schiffsfonds

Hamburg (akg). Beim Landgericht Hamburg haben 13 Anleger der Beteiligungsgesellschaft MS „Santa-B Schiffe“ eine sogenannte Prospekthaftungsklage eingereicht. Wie der Hamburger Rechtsanwalt Peter Hahn mitteilte, richtet sich die Klage gegen die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft und die beiden Gründungskommanditisten, die MPC Capital Investments GmbH sowie die Reederei Claus-Peter Offen aus Hamburg.
08.07.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Klage wegen Schiffsfonds
Von Andreas Kölling

Beim Landgericht Hamburg haben 13 Anleger der Beteiligungsgesellschaft MS „Santa-B Schiffe“ eine sogenannte Prospekthaftungsklage eingereicht. Wie der Hamburger Rechtsanwalt Peter Hahn mitteilte, richtet sich die Klage gegen die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft und die beiden Gründungskommanditisten, die MPC Capital Investments GmbH sowie die Reederei Claus-Peter Offen aus Hamburg. Eine weitere Sammelklage sei in Vorbereitung. Den Prospekthaftungsklagen werden sich nach Hahns Angaben rund 140 Mandanten mit einer Beteiligungssumme von insgesamt rund vier Millionen Euro anschließen.

Prospektfehler sieht Hahn insbesondere in der unzureichenden Darstellung der Kreditsicherheiten, der Haftung der Reederei Offen sowie der fehlerhaften Kalkulation der Verwaltungs- und Betriebskosten. Bei der Beteiligung handelt es sich um einen geschlossenen Schiffsfonds, der vom Hamburger Fondshaus MPC Münchmeyer Petersen Capital AG aufgelegt worden ist. Über die Fondsgesellschaft sind laut Hahn die Anleger an vierzehn Ein-Schiff-Gesellschaften beteiligt. Vertragsreeder des Fonds ist die Reederei Claus-Peter Offen.

Die Fondsbeteiligung hätte sich infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr wie prognostiziert entwickelt. Im Jahr 2012 sei deshalb ein Finanzierungskonzept notwendig geworden, in dem von den Anlegern die Einzahlung von Neukapital in Höhe von zwölf Prozent der Nominalbeteiligungssumme gefordert wurde. Das Konzept sei aber gescheitert, weil sich zu wenig Anleger beteiligten. Den Anlegern wurde daraufhin mitgeteilt, dass sie sich auf einen Totalverlust ihrer Einlage einstellen müssten, da die Verkaufserlöse der Schiffe bei Weitem nicht ausreichen würden, um die Schiffshypothekendarlehen zurückzuführen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+