Kommentar über Kleingeld Kleine Münzen braucht kein Mensch

Ein- und Zwei-Cent-Münzen braucht kein Mensch. Die Italiener machen es genau richtig - sie schaffen sie ab.
29.05.2017, 18:49
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Kleine Münzen braucht kein Mensch
Von Philipp Jaklin

Ein- und Zwei-Cent-Münzen braucht kein Mensch. Die Italiener machen es genau richtig - sie schaffen sie ab.

Kleingeld kann extrem nerven. Zum Beispiel, wenn man an der Supermarktkasse Schlange steht – und der ungenierte Phlegmatiker vor einem mühsam Geldstück für Geldstück aus den tiefsten Falten seiner Börse herausklaubt, um beim Bezahlen von 13,78 Euro eine monetäre Punktlandung hinzulegen.

Kleingeld kann sehr nützlich und hilfreich sein. Für viele Einsatzzwecke sind einfach nur Münzen geeignet. Mit ihrer Hilfe lassen sich Einkaufswagen entriegeln. Man kann sie in Brunnen hineinwerfen und dabei irgendetwas erhoffen. Und eher unwahrscheinlich, dass Obdachlose einmal Lesegeräte für EC-Karten mitführen werden.

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Diskussionen über eine komplette Abschaffung des Bargelds, wie sie von Banken gerne geführt werden, gehen an der Realität vorbei. Aber wenn nach Ländern wie Finnland und den Niederlanden nun auch die Italiener auf Ein- und Zwei-Cent-Münzen verzichten und Rundungsregeln einführen wollen, ist das höchst sinnvoll. Produktion und Bereitstellung kosten hier mehr, als der Nennwert beträgt. Man kann mit ihnen kaum bezahlen, fast kein Automat nimmt sie; Endstation Einmachglas. Diese Münzen braucht kein Mensch.

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