Freiwillige Nutzung

Klöckner für farbigen Nutri-Score als neues Nährwert-Logo

Damit gesündere Ernährung leichter wird, soll bald ein neues Logo für Müslis, Joghurts oder Tiefkühlkost kommen. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat sich für das farbige Nutri-Score ausgesprochen.
29.09.2019, 09:45
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Klöckner für farbigen Nutri-Score als neues Nährwert-Logo

Der sogenannte «Nutri-Score», eine farbliche Nährwertkennzeichnung, auf einem Fertigprodukt. Am 30.09.2019 legt Bundesernährungsministerin Klöckner (CDU) das Ergebnis einer offiziellen Verbraucherbefragung vor. Foto: Patrick Pleul

Patrick Pleul / dpa

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat sich für das farbige Logo Nutri-Score als klarere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz in vielen Lebensmitteln ausgesprochen.

Das System habe in einer offiziellen Verbraucherbefragung am besten abgeschnitten, wie die CDU-Politikerin am Montag in Berlin mitteilte.

Das in Frankreich eingeführte System bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz empfehlenswerte Bestandteile wie Proteine in eine Bewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an - in einer fünfstufigen Skala von „A“ auf dunkelgrünem Feld für die günstigste Bilanz über ein gelbes „C“ bis zu einem roten „E“ für die ungünstigste. Das zutreffende Feld wird hervorgehoben. Erste Produkte mit dem Logo sind schon in deutschen Supermärkten zu kaufen.

In der Befragung im Auftrag des Ministeriums mit 1600 Teilnehmern waren seit Mitte Juli vier Modelle zur Wahl gestellt worden. Das Ergebnis soll laut Klöckner nun die Basis dafür sein, welches Modell die Regierung zur freiwilligen Nutzung auf der Vorderseite der Packungen empfiehlt. Die Ministerin kündigte eine entsprechende Verordnung an.

Es geht um eine Ergänzung für die EU-weit verpflichtende Nährwerttabelle, die meist auf der Rückseite von Packungen steht und Angaben zu Zucker, Fett, Salz und Kalorien auflistet.

Auch die Verbraucherzentrale Bremen begrüßt die Entscheidung für den Nutri-Score. Eine einfache Kennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmitteln sei wichtig, um die Zusammensetzung schnell erkennen zu können. "Das hat sich bei den Energieeffiziensklassen bereits bewährt", so Gertraud Huisinga, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen. (dpa/sei)

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+