Kommentar über Konjunkturprognosen

Glaskugel

Konjunkturprognosen sind wichtig, um die Zukunft zu planen. Doch gerade in Pandemie-Zeiten ist ihre Halbwertszeit geringer denn je, kommentiert Stefan Lakeband.
12.11.2020, 05:05
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Glaskugel
Von Stefan Lakeband

Wie schnell ein Plan hinfällig sein kann, wie leicht eine Prognose ihren Wert verliert, das ist vielen spätestens in diesem Jahr klar geworden. Corona kam und hat der Welt gezeigt, wie fix sich die Dinge ändern können. Allen voran die Wirtschaft weiß das nun.

Wenn Experten wie die „Wirtschaftsweisen“ bessere Konjunkturdaten als zuletzt vorhersagen, sind das erst einmal gute Nachrichten. Sie lassen hoffen – darauf, dass alles besser wird. Prognosen wie diese sind wichtig, denn irgendwie muss die Zukunft ja geplant werden. Gleichzeitig muss jedem klar sein, dass solche Daten nur Momentaufnahmen sind. Ihre Halbwertszeit: geringer denn je. Was bedeutet der nächste Corona-Ausbruch für die Konjunktur? Wie reagiert die Wirtschaft auf eine Grenzschließung? Und was, wenn der Impfstoff doch später kommt?

Schon immer waren Prognosen ein statistisch mehr oder weniger gut unterlegter Blick in die Glaskugel. In diesem Jahr dürfte die Zukunft in dichtem Nebel liegen.

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