Kommentar über die Erstattung von Flugtickets

Jede Toleranz hat irgendwann ein Ende

In die Luft wollen die Fluggesellschaften schnell wieder kommen, bei der Erstattung der Flugtickets lassen sie sich aber weiter Zeit. Warum das unklug ist, kommentiert Florian Schwiegershausen.
11.07.2020, 05:00
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Jede Toleranz hat irgendwann ein Ende
Von Florian Schwiegershausen
Jede Toleranz hat irgendwann ein Ende

Ein Ärgernis als Folge von Corona: Auf die Erstattung des Geldes für Flugtickets können die Passagiere wohl noch Monate warten.

Malte Christians /dpa

Nach und nach steigen die Lufthansa-­Flieger wieder in die Luft. Auf die Erstattung des Geldes für Flugtickets seit März können die Passagiere aber wohl noch Monate warten, wenn sie nicht bald juristisch ihren Unmut zum Ausdruck bringen. Beispiele zeigen, dass die Kunden nicht nur von der Lufthansa hingehalten werden. Solange der Kunde nicht von sich aus explizit sein Geld einfordert, versuchen es die Airlines mit Gutscheinen. Aber bis die beim Passagier ankommen, kann es dauern.

Als Kunde hat man ja durchaus Verständnis für die Ausnahmesituation. Aber jede Toleranz hat irgendwann ein Ende. Wer jetzt nach drei Monaten immer noch auf sein Geld wartet, sollte der Fluggesellschaft eine letzte Frist setzen. Danach wird es ein Fall für den Anwalt. Die Kritik richtet sich hier an die Airlines und nicht an die Reisebüros. Sie werden ebenso von den Fluggesellschaften im Stich gelassen, wenn sie für ihre Kunden ein Ticket erstatten lassen wollen. Ryanair sagt, man wolle im Juli alle Erstattungen erledigt haben. Sollten Lufthansa & Co. nicht endlich von sich aus aktiver werden, werden sie selbst bei Stammkunden verbrannte Erde hinterlassen – unkluger geht es kaum.

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