Wenige Fehltage

Krankenstand trotz Pandemie auf Rekordtief

Die strengen Abstands- und Hygienemaßnahmen in der Corona-Pandemie haben zu einem Ausbleiben der Grippewelle geführt - und damit zu einem Rückgang der Krankschreibungen.
10.05.2021, 06:09
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Krankenstand trotz Pandemie auf Rekordtief

Die Diagnose Covid-19 spielt bei den Krankschreibungen den Daten zufolge eine untergeordnete Rolle. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa

Patrick Pleul / dpa

Mitten in der Corona-Pandemie sinkt der Krankenstand unter den Beschäftigten auf ein Rekordtief. So war er bei der Techniker Krankenkasse (TK) im ersten Quartal so niedrig wie seit 13 Jahren nicht mehr, wie aus Daten der Kasse hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

In den ersten drei Monaten des Jahres betrug der Krankenstand 3,8 Prozent. Im ersten Quartal des Jahres 2020 lag er noch bei 5,1 Prozent, 2019 bei 4,8 und 2018 bei 5,2 Prozent der Arbeitszeit.

TK-Chef Jens Baas sagte: „Die Fehltage sind bei fast allen Diagnosen zurückgegangen, besonders bei den Erkältungskrankheiten.“ Die Grippewelle sei ausgeblieben. Sonst sorge sie in der Regel alle zwei Jahre im Februar für einen erhöhten Krankenstand. „Es zeigt sich, dass die Abstands- und Hygieneregeln sowie die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten auch die Verbreitung anderer Infektionserreger verhindern“, sagte Baas.

Die Diagnose Covid-19 spielt bei den Krankschreibungen der Erwerbstätigen im Vergleich zu den anderen Diagnosen den Daten zufolge eine untergeordnete Rolle. Insgesamt verzeichnete die TK im ersten Quartal 1,08 Millionen Krankschreibungen, davon 9381 aufgrund von Covid-19.

Für die aktuelle Auswertung wertete die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 5,4 Millionen versicherten Erwerbspersonen aus.

© dpa-infocom, dpa:210510-99-534443/3 (dpa)

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