Flugzeugbau

Kurzstrecken-«Dreamliner» auf dem Prüfstand

New York. Boeing stellt die Kurzstrecken-Version seines Hoffnungsträgers 787 «Dreamliner» auf den Prüfstand, nachdem es für sie keine Bestellungen mehr gibt. Das bestätigte Boeing-Manager Randy Tinseth in seinem Internet-Blog am Wochenende.
10.01.2010, 14:40
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Kurzstrecken-«Dreamliner» auf dem Prüfstand

Randy Tinseth

dpa

New York. Boeing stellt die Kurzstrecken-Version seines Hoffnungsträgers 787 «Dreamliner» auf den Prüfstand, nachdem es für sie keine Bestellungen mehr gibt. Das bestätigte Boeing-Manager Randy Tinseth in seinem Internet-Blog am Wochenende.

Zuvor hatte die japanische Fluggesellschaft ANA die einzigen 28 Bestellungen für die «Dreamliner»-Kurzstreckenvariante 787-3 in Order für das Standard-Modell 787-8 umgewandelt.

Den Japanern gehe es schlicht darum, die Flugzeuge früher zu bekommen, schrieb der Boeing-Manager. Für das Kurzstrecken-Modell gibt es nach den massiven Verzögerungen bei dem Programms derzeit keinen Starttermin, während Boeing die ersten Maschinen der Standard-Version Ende dieses Jahres ausliefern will. All Nippon Airways (ANA) ist 787-Erstkunde und hat insgesamt 55 Flugzeuge des Typs bestellt.

Die Kurzstrecken-Version 787-3 soll mehr Passagiere aufnehmen können - 290 bis 330 gegenüber den bis zu 250 Fluggästen der Standard-Variante. Kurzstrecken-Flieger werden oft von asiatischen Fluggesellschaften eingesetzt.

Das «Dreamliner»-Projekt liegt wegen Problemen bei Entwicklung und Produktion bereits mehr als zwei Jahre hinter dem Zeitplan zurück. Im Dezember hatten die ersten beiden Flugzeuge des Typs ihre Erstflüge absolviert. Boeing hat aktuell 851 Bestellungen für die 787. Wegen der massiven Verzögerungen hatte es bereits erste Abbestellungen gegeben. (dpa)

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