Kleine Shops für City-Lagen

Lidl eröffnet zwei Mini-Filialen

Die Ladenfläche der beiden neuen Supermärkte in München umfasst jeweils nicht mehr als 500 Quadratmeter. Aktuell, so Lidl, ist in Bremen keine Mini-Filiale geplant.
20.02.2019, 10:36
Lesedauer: 1 Min
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Von Nico Brunetti
Lidl eröffnet zwei Mini-Filialen

Lidl zieht nach: Wie Rewe und Edeka setzt nun auch der Discounter auf die sogenannten Convenience-Stores.

Matthias Balk/dpa

Bremen/München. Ein Convenience-Store, kurz C-Store, bezeichnet einen Verkaufsshop auf kleinen Flächen. Solche Stores sind oft dort zu finden, wo sowieso schon viele Kunden sind: in Bahnhöfen, Fußgängerzonen oder an Tankstellen. Dieses Geschäftsmodell gewinnt in Deutschland an Bedeutung, zumal es für die interessante junge, hochmobile Zielgruppe entwickelt ist. Nach Rewe mit „Rewe to go“ und Edeka mit seinen „Xpress“-Shops zieht nun auch Lidl nach. Der Discounter eröffnet bis Monatsende in der Münchner Innenstadt zwei Mini-Filialen.

Die Ladenfläche umfasst dabei nicht mehr als 500 Quadratmeter. Damit sind sie deutlich kleiner als ein normaler Lidl-Markt, der im Schnitt 860 Quadratmeter groß ist. Laut einem Lidl-Sprecher soll das Sortiment dort aber kaum Abstriche gegenüber den herkömmlichen Läden machen: „Bei den Filialen mit geringerer Verkaufsfläche gibt es kein spezielles City- oder Expresskonzept.“

Nach Angaben von Lidl ist dieses neue Mini-Konzept nur für einzelne Standorte geeignet – vor allem, wenn dabei die Parkplätze fehlen. Was die Shops haben sollten: „Eine hochfrequentierte Lage, eine sehr gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und eine sehr dichte Bebauung.“ Für Bremen sei derzeit kein Mini-Discounter mit einer kleineren Verkaufsfläche geplant.

Auch Lidls größter Konkurrent Aldi hat es bereits mit einem Mini-Supermarkt versucht – in der Schweiz. Im Januar hat die Discounter-Kette dort in Lausanne im Bahnhof ein Geschäft eröffnet. Der Laden ist lediglich 240 Quadratmeter groß, das ist gerade mal ein Viertel der Fläche einer herkömmlichen Filiale des Discounters. Die komplette Produktpalette bietet Aldi dort nicht. Sind es normalerweise 1369 Artikel in regulären Filialen, kann der Kunde am Bahnhof in Lausanne zwischen 1000 Produkten wählen. Auf die wöchentlichen Aktionsartikel will der Discounter trotz geringer Fläche nicht verzichten. Davon soll es 80 pro Woche geben. Was den Mini-Aldi sonst von den normalen Filialen unterscheidet: Er ist sieben Tage die Woche von frühmorgens bis Mitternacht geöffnet.

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