Raumfahrt Rocket Factory testet Triebwerk

Wöchentlich ein Start ins All zu niedrigen Kosten: Das ist das Ziel der Rocket Factory Augsburg. Auf dem Weg dorthin erreichten die Raketenbauer jetzt einen wichtigen Meilenstein.
13.07.2022, 15:20
Lesedauer: 1 Min
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Rocket Factory testet Triebwerk
Von Christoph Barth

Der Raketenbauer Rocket Factory Augsburg (RFA) hat sein Helix-Triebwerk zum ersten Mal für insgesamt 74 Sekunden gezündet. Die Tests im schwedischen Kiruna seien erfolgreich verlaufen, teilte das Unternehmen mit, an dem die Bremer OHB-Gruppe die Mehrheit hält. RFA entwickelt eine Rakete für kleinere Satelliten, die gegenüber großen Trägerraketen wie der Ariane Kosten sparen soll.

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Die Testkampagne bestand aus zwei langen Tests mit einer Brenndauer von jeweils 30 und 40 Sekunden. Dem vorausgegangen war ein Test mit einer Brenndauer von vier Sekunden. Alle drei Tests wurden mit demselben Triebwerk durchgeführt. „Helix funktionierte insgesamt 74 Sekunden lang einwandfrei – einschließlich dreier Zünd- und Abschaltsequenzen, ohne dass irgendwelche Komponenten am Triebwerk ausgetauscht werden mussten. Wir freuen uns sehr, dass sich unser Design als so zuverlässig und leistungsfähig erwiesen hat", sagte Stefan Brieschenk, Chief Operating Officer des Unternehmens. Man habe damit "einen großen Schritt" in Richtung des ersten Starts gemacht.

Als nächstes soll nun die gesamte Oberstufe zusammen mit dem Triebwerk getestet werden. Diese Versuche sind für Ende des Jahres vorgesehen. Helix soll dann für die gesamte Brenndauer eines Oberstufenflugs gezündet werden. Durch die so genannte "gestufte Verbrennung" soll das Triebwerk gegenüber herkömmlichen Modellen den Treibstoff effizienter nutzen und Kosten sparen. Ziel ist es, mit der Rakete RFA One wöchentliche Starts mit bis zu 1300 Kilogramm Nutzlast zu niedrigen Preisen anbieten zu können.

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