Luftverkehr Lufthansa-Tochter Eurowings legt halbe Flotte still

Frankfurt/Dortmund. Die Lufthansa-Tochter Eurowings legt mehr als die Hälfte ihrer Flugzeuge still und baut rund 600 Stellen ab.
19.01.2010, 16:41
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Frankfurt/Dortmund. Die Lufthansa-Tochter Eurowings legt mehr als die Hälfte ihrer Flugzeuge still und baut rund 600 Stellen ab.

Hintergrund ist die Entscheidung der Lufthansa, ihren Regionalverkehr umzustrukturieren und sich dort aus dem Segment der kleinen Maschinen mit 50 Sitzen zu verabschieden. Mit Beginn des Sommerflugplans am 28. März würden alle 17 Maschinen vom Typ Bombardier CRJ 200 und zudem zwei Jets von Typ CRJ 700 abgeschafft, teilte die Gesellschaft mit Hauptverwaltung in Dortmund am Dienstag mit.

Eurowings hat derzeit 34 Flugzeuge und rund 1260 Mitarbeiter. Die Lufthansa hält 49 Prozent der Anteile, kann das Unternehmen aber mit Hilfe einer Stimmrechtsbindung komplett steuern. Welche Auswirkungen der Flottenabbau bei Eurowings auf das Streckenangebot hat, steht noch nicht genau fest. Ziel sei es aber, weiterhin ein dichtes Netz anzubieten, sagte eine Sprecherin der Lufthansa.

Mittelfristig will Eurowings nur noch 15 Maschinen vom Typ CRJ 900 betreiben, die alle über 90 Sitze verfügen. Die aus der Flotte genommenen Maschinen sollen verkauft oder den Leasingunternehmen zurückgegeben werden.

Die Lufthansa-Pläne zum Rückzug aus dem Markt mit den kleinen Maschinen bestehen bereits länger, im Rahmen des aktuellen Sparprogramms «Climb 2011» wurde die Umsetzung aber beschleunigt. Größere Flugzeuge gelten als Wirtschaftlicher.

Von dem Stellenabbau sind sowohl Piloten, Stewardessen als auch Verwaltung und Technik betroffen. Derzeit läuft bei der Lufthansa AG, der Lufthansa Cargo und der Tochter Germanwings eine Urabstimmung unter den Piloten, mit der unbefristete Streiks ermöglicht werden sollen. Im Tarifkonflikt geht es auch um die Frage, welche Konzerntöchter künftig in welchen Bereichen tätig sein sollen. Die Gewerkschaft befürchtet, dass schlechter bezahlende Töchter in den klassischen Lufthansa-Markt eindringen. (dpa)

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