Nach Medienbericht

Ministerium: Keine neue Abschalteinrichtung bei VW gefunden

Volkswagen hat nach Erkenntnissen des Bundesverkehrsministeriums in neueren Diesel-Autos keine unzulässigen Abschaltvorrichtungen zur Manipulation der Abgaswerte eingebaut.
12.09.2019, 08:53
Lesedauer: 1 Min
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Ministerium: Keine neue Abschalteinrichtung bei VW gefunden

Laut Recherchen des Südwestrundfunks soll sich der Skandal um manipulierte Abgaswerte auch auf neuere Diesel-Fahrzeuge ausgeweitet haben. VW und Ministerium dementieren das.

Marcel Kusch/dpa

Der VW-Konzern hat nach Erkenntnissen des Bundesverkehrsministeriums keine illegalen Abschalteinrichtungen in die Motorsoftware neuer Dieselautos eingefügt.

„Das Kraftfahrt-Bundesamt hat zu diesen Modellen bereits in 2016 eigene Messungen, Untersuchungen und Analysen durchgeführt“, erklärte das Ministerium am Donnerstag und bezog sich dabei auf Fahrzeuge mit dem Motortyp EA 288. Die Vorwürfe gegen den Autobauer seien „nicht neu“. Aber: „Unzulässige Abschalteinrichtungen konnten nicht festgestellt werden - auch nicht in Gestalt einer unzulässigen Zykluserkennung.“

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Der SWR hatte unter Berufung auf interne VW-Dokumente berichtet, es sei auch in neuere Dieselmotoren mit Euro-6-Abgasnorm ein Programm eingebaut worden, das erkennt, ob sich das Auto auf einem Prüfstand befindet. Bei dem Vorgängermotor EA 189, der im Herbst 2015 den Abgasskandal auslöste, hatte VW eine solche Software eingeräumt.

Nur wenn ein Testzyklus lief, reinigte die Abgasanlage in diesem Fall vollständig, während sie sonst im Betrieb auf der Straße deutlich höhere Emissionen zuließ. Auch Volkswagen dementierte die Darstellung des Berichts, es gebe eine Manipulationssoftware auch in neuen Autos. (dpa)

++ Diese Meldung wurde um 13.41 Uhr aktualisiert. ++

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