Kommentar über den neuen Euro-Kampfjet Modernisierung der Luftwaffen muss früher beginnen

Es ist richtig, wenn sich die Europäer bei ganz neuer Technologie von den USA emanzipieren. Allerdings muss bis dahin schnell und pragmatisch eine Lücke geschlossen werden, meint Joerg Helge Wagner.
17.06.2019, 20:13
Lesedauer: 1 Min
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Modernisierung der Luftwaffen muss früher beginnen
Von Joerg Helge Wagner

Es ist ein altes Dilemma bei der Beschaffung von Militärflugzeugen: Entweder vergleichsweise günstig in den USA bestellen oder unabhängig von Uncle Sam bleiben, die „europäische Verteidigungsidentität“ hegen und teuer subventionieren. Qualitative Unterschiede liegen eher im Detail, abgesehen davon zeichneten sich die Flieger aus dem Hause Airbus – ob nun Kampfjet oder Transporter – bislang nicht gerade durch sofortige Makellosigkeit bei pünktlicher Lieferung aus.

Und da die Amis die halbe Welt beliefern, können sie dank hoher Stückzahlen eben auch bessere Preise machen. Aber beim jetzt gestarteten Projekt Future Combat Air System (FCAS) geht es um viel mehr als Reichweite, Geschwindigkeit, Waffenzuladung.

Es geht um vernetzte künstliche Intelligenz, um ganz neue Technologien. Hier sind die USA – Nato-Partner hin oder her – schärfste Konkurrenz; insofern ist es richtig, wenn Deutschland, Frankreich und Spanien ihr eigenes Ding machen. Allerdings soll das FCAS erst ab 2040 eingesetzt werden, die Modernisierung der Luftwaffen muss jedoch viel früher beginnen. Für diese Lücke gibt es leider noch keine überzeugende Lösung.

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