Harries wechselt den Standort

Mühlen-Neubau an der Autobahn 1

Groß Ippener. An der Autobahn 1 ist innerhalb von weniger als zwei Wochen ein 32 Meter hoher Turm emporgewachsen. Der Rohbau des Silogebäudes im Gewerbe- und Industriegebiet Groß Ippener bildet den Kern einer neuen Getreidemühle.
03.12.2016, 00:00
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Von Ute Winsemann

Groß Ippener. An der Autobahn 1 ist innerhalb von weniger als zwei Wochen ein 32 Meter hoher Turm emporgewachsen. Der Rohbau des Silogebäudes im Gewerbe- und Industriegebiet Groß Ippener bildet den Kern einer neuen Getreidemühle. Das „Harries Schälmühlenwerk“ löst einen rund zehn Kilometer entfernten Betrieb im Stuhrer Ortsteil Moordeich ab. Er sei aber nicht dessen unmittelbarer Nachfolger, betont Florian Harries, Chef des neuen Unternehmens. Das von seinem Vater Heinz-Dieter Harries geführte „Bernhard Harries sr. Nährmittel Schäl-und Spezialmühlenwerk“ werde liquidiert, der alte Standort aufgegeben. Allerdings findet sich auch im neuen Firmen-Logo neben dem etablierten Kurz-Namen „Harries-Mühle“ der Zusatz „seit 1912“.

In die neue Mühle steckt das Familienunternehmen nach Angaben von Florian Harries mehr als zehn Millionen Euro. Zwei Millionen davon steuert das Land Niedersachsen als „einzelbetriebliche Investitionsförderung“ bei. Dafür müssen für mindestens 20 Jahre minimal 20 Vollzeit-Arbeitsplätze bereitgestellt werden. Florian Harries rechnet aber damit, dass er von Beginn an bis zu 30 Arbeitskräfte brauchen werde, und hat angekündigt, allen 27 Vollzeit-Beschäftigten des alten Werks Übernahmeangebote zu machen. Die neue Mühle solle zunächst an fünf Tagen pro Woche im Drei-Schichten-Betrieb laufen, langfristig sei aber durchaus eine Sieben-Tage-Woche anvisiert. Die grundsätzlichen Voraussetzungen dafür seien an dem abseits von Wohnbebauung gelegenen Standort gegeben. Der Produktionsstart ist für August oder September nächsten Jahres vorgesehen, sofern im Winter durchgebaut werden kann.

Laut Florian Harries wird das Werk zu rund 80 Prozent Hafer verarbeiten, daneben „alles andere, was man flockieren kann“. Hauptprodukt seien Haferflocken verschiedener Ausführungen für die industrielle Weiterverarbeitung. Regional relevant sei darüber hinaus die Herstellung von Hafergrütze. Von der angekündigten Schließung des Bremer Kellogg-Werks sei Harries nicht betroffen. „Wir hätten den Kunden natürlich gerne gehabt, aber wir planen ohne ihn.“

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