Bensersiel Negativzins bei Bremer Banken

Bremen. Ende des Jahres will die Bremische Volksbank Negativzinsen auch an seine Privatkunden weitergeben. Laut dem Vorstandsvorsitzenden Ulf Brothuhn plane man derzeit die technische Umsetzung.
24.10.2016, 00:00
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Von Bastienne Ehl

Bremen. Ende des Jahres will die Bremische Volksbank Negativzinsen auch an seine Privatkunden weitergeben. Laut dem Vorstandsvorsitzenden Ulf Brothuhn plane man derzeit die technische Umsetzung. Ab welcher Höhe die Bremer Sparer dann zur Kasse gebeten werden, stehe noch nicht genau fest. Derzeit orientiere man sich an Vermögen ab 500 000 Euro, das auf einem laufenden oder einem Tagesgeldkonto liegt.

Die Sparkasse Bremen gibt nach eigenen Angaben zwar keine Negativzinsen an ihre Privatkunden weiter. Allerdings an ihre Firmenkunden. Diese müssten bei hohen Summen auf ihren Giro- oder Tagesgeldkonten ein sogenanntes Verwahrentgelt von 0,5 Prozent im Jahr zahlen. Bei der Commerzbank ist das ähnlich. „Auf die Einlagen von Privat- und Geschäftskunden berechnen wir keine negativen Zinsen“, teilt eine Sprecherin für die Region Bremen mit. Bei Firmenkunden, die hohe Guthaben als Einlagen bei dem Institut deponiert haben, würde verstärkt eine individuelle Guthabengebühr erhoben. Das Bremer Bankhaus Neelmeyer möchte dazu keine Stellung nehmen.

Volksbank-Vorstandsvorsitzender Ulf Brothuhn wehrt sich gegen den Vorwurf, dass sein Geldinstitut die erste Bank in Bremen sei, die Negativzinsen auch an Privatkunden weitergibt. „Alle haben ihre Wege, die gestiegenen Kosten weiterzugeben“, sagt er. „Aber wir sind die ersten, die es transparent machen.

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