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Bremen. Nicht flexibel genug wie private Personaldienstleister – so lautete Mitte Mai die Begründung der BLG Logistics Group, weshalb das Unternehmen auf die Zusammenarbeit mit dem Gesamthafenbetriebsverein (GHB) künftig verzichten und sich von 450 Mitarbeitern trennen will. Das ist erst einmal vom Tisch, erfuhr am Mittwoch der Hafenausschuss, der um einen Sachstandsbericht auf Initiative der SPD-Fraktion gebeten hatte: Die Arbeitnehmerseite habe eine Betriebsvereinbarung
11.08.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Noch mehr Flexibilität soll GHB-Arbeitsplätze sichern
Von Peter Hanuschke

Bremen. Nicht flexibel genug wie private Personaldienstleister – so lautete Mitte Mai die Begründung der BLG Logistics Group, weshalb das Unternehmen auf die Zusammenarbeit mit dem Gesamthafenbetriebsverein (GHB) künftig verzichten und sich von 450 Mitarbeitern trennen will. Das ist erst einmal vom Tisch, erfuhr am Mittwoch der Hafenausschuss, der um einen Sachstandsbericht auf Initiative der SPD-Fraktion gebeten hatte: Die Arbeitnehmerseite habe eine Betriebsvereinbarung
entwickelt, welche aller Voraussicht nach die Flexibilität der GHB-Beschäftigten deutlich erhöhen und „damit einen elementaren Beitrag für den Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen leisten wird“, sagte Vera Visser, Gewerkschaftssekretärin von Verdi.

„Wir haben geliefert und dem Vorwurf der fehlenden Flexibilität einen Riegel vorgeschoben“, so Visser weiter. Die Betriebsvereinbarung ist am 1. August in Kraft getreten. Bis Ende dieses Jahres soll geschaut werden, wie sich dieses neue Modell auswirkt. Derzeit sind die 450 Mitarbeiter auf Leihbasis für die BLG-Kunden Tchibo im Hochregallager und bei Mercedes eingesetzt.

Verdi steht in einer besonderen Beziehung zum GHB: Die Gewerkschaft ist neben verschiedenen Unternehmen der Hafen- und Logistikwirtschaft auch Träger des GHB – eine Partnerschaft mit langer und erfolgreicher Tradition. Gegründet hat sich der Verein in Bremen und auch in anderen Häfen vor mehr als 100 Jahren: Die Unternehmer wollten aus ihrer sozialen Verantwortung den zahllosen und ständig wechselnden Tagelöhnern mehr Sicherheit geben. Sie wurden sozusagen zu einer Stammbelegschaft zusammengefasst, um die Leistungsfähigkeit des Hafens zu steigern und den Gelegenheitsarbeitern eine soziale Basis zu geben.

Und Politik hat wiederum eine besondere Beziehung zum Unternehmen BLG: Bremen ist zu 50,4 Prozent an der Bremer Lagerhausgesellschaft Aktiengesellschaft beteiligt, die nach außen mit der Marke BLG Logistics auftritt. Zu den bisher möglichen Aussichten für die 450 GHB-Beschäftigten sagte Visser: „Der Einsatz bei einem der beinahe unzähligen Personaldienstleister ist keine anzustrebende Perspektive.“ Verdi sieht auch die Hafeneinzelbetriebe in der Pflicht, sich an der Schaffung von Perspektiven für die Beschäftigten des GHB im Distributionsbereich aktiv zu beteiligen. Es könne nicht sein, dass diese Betriebe jahrzehntelang von der „zweifellos guten Arbeit“ der GHB-Beschäftigten profitiert hätten und sich nun bei der Perspektivenschaffung zurücklehnten. Der GHB sei die letzte Bastion gegenüber prekären Arbeitsverhältnissen, die häufig im Bereich Distribution existierten, ergänzte Klaus-Rainer Rupp von der Fraktion Die Linke.

Welche Erfolgsaussichten der Geschäftsführer des GHB in der neuen Betriebsvereinbarung sieht, ließ Bernt Kamin-Seggewies am Mittwoch offen. Er ging vielmehr darauf ein, wie aus seiner Sicht die Zukunft des GHB gesichert werde: Seit Monaten verursache der Bereich Distribution monatlich ein Minus von etwa 300000 Euro. Würde sich der GHB weiterhin in diesem Bereich engagieren, wäre dadurch das Gesamtunternehmen gefährdet. Kamin-Seggewies sieht die Zukunft des GHB künftig nur noch in der Bereitstellung von Personal in der klassischen Hafenwirtschaft.

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