Mitarbeiter gehen freiwillig

Stellenabbau bei NordLB nach Plan

Auf den Umbau der NordLB soll Corona keinen Einfluss haben. Das teilte der Konzern nun mit. Die Bank hat beim massiven Stellenabbau dabei eine wichtige Hürde genommen.
01.07.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Stellenabbau bei NordLB nach Plan
Von Lisa Boekhoff
Stellenabbau bei NordLB nach Plan

Der Sitz der NordLB in Hannover. In Bremen will der Konzern in Zukunft ein Beratungscenter anbieten, aber den Standort in seiner heutigen Form schließen.

Julian Stratenschulte /dpa

Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) sieht den Umbau des Konzerns wegen der Pandemie nicht in Gefahr. "Unser Fahrplan hat sich durch Corona nicht geändert, wir liegen voll auf Kurs“, äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Thomas Bürkle in einer Mitteilung der Bank. Am Ende werde die NordLB "kleiner und risikoärmer sein, aber auch effizienter und schlagkräftiger".

Das Sanierungskonzept zur Verkleinerung und Regionalisierung sah der Rettungsplan für die Bank vor: Die Träger Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und die Sparkassen mussten für die NordLB ein Hilfspaket von 3,6 Milliarden Euro schnüren. In Schieflage geriet der Konzern durch faule Schiffskredite. 2017 hatte die NordLB die ebenfalls wegen Schiffsfinanzierungen in Schwierigkeiten geratene Bremer Landesbank komplett übernommen.

Lesen Sie auch

Insgesamt will die NordLB mit Sitz in Hannover die Zahl der Beschäftigten bis Ende 2023 auf 2800 reduzieren. Der Bremer Standort wird aufgegeben: In der Hansestadt soll zwar ein Beratungscenter verbleiben, aber keiner den Dienstsitz haben. Der Mitarbeiterabbau könne, wie Bürkle nun erklärte, vollständig auf freiwilliger Basis passieren. Es habe bis Anfang Juni eine ausreichend hohe Anzahl von Kollegen eine Vereinbarung über eine Aufhebung des Arbeitsverhältnisses oder eine ruhestandsnahe Maßnahme unterzeichnet.

In den Umbruch hinein fällt derweil das Jubiläum: Am 1. Juli 1970, genau vor 50 Jahren, schlossen sich vier Institute zur NordLB zusammen: die Niedersächsische Landesbank Girozentrale, die Braunschweigische Staatsbank, die Hannoversche Landeskreditanstalt und die Niedersächsische Wohnungskreditanstalt Stadtschaft. Der Aufsichtsratsvorsitzende der NordLB, der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), sieht den Umbau der Bank als größte Veränderung in ihrer Geschichte. „Dieser Umbau ist nicht nur Resultat der Kapitalmaßnahmen des vergangenen Jahres. Er ist die Antwort auf die Herausforderungen der Digitalisierung, auf massive Veränderungen in den Märkten und in der Arbeitswelt“, kommentierte Hilbers. Die Schiffsfinanzierung hat die Bank aufgegeben.

Lesen Sie auch

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+