Kommentar über Bremens Arbeitsmarkt

Nur zweistellig

Das Land Bremen bleibt mit seiner Arbeitslosenquote Schlusslicht. Das Argument, das liege an den Geflüchteten auf dem Arbeitsmarkt, lässt Florian Schwiegershausen in seinem Kommentar nicht gelten.
03.11.2017, 00:00
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Nur zweistellig
Von Florian Schwiegershausen
Nur zweistellig

Symbolbild.

imago

Während in den anderen Bundesländern die Arbeitslosenquote im Oktober zurückgegangen ist, liegt sie in Bremen unverändert bei zehn Prozent. Damit ist Bremen mittlerweile das einzige Bundesland im zweistelligen Bereich. Die Stadt Bremen lag im Oktober bei 9,6 Prozent. Auch das kann schnell zweistellig werden, sollte sich die Konjunktur 2018 abschwächen.

Allein an den Geflüchteten auf dem Arbeitsmarkt kann es in Bremen nicht liegen. Schließlich gibt es diese Situation auch in den Stadtstaaten Hamburg und Berlin, und da sind die Quoten besser. Gut ist zumindest, dass die Bremer Arbeitsagentur bereits an Programmen bastelt, mit denen sie 900 Geflüchtete unterbringen will, die hier voraussichtlich 2018 auf den Arbeitsmarkt streben.

Gleichzeitig geht es darum, wie mehr Langzeitarbeitslose integriert werden können. Das fordern die Arbeitgeberverbände gebetsmühlenartig. Dies sollten sie aber nicht immer nur von der Politik fordern, sondern sie sollten sich auch mit Positivbeispielen aktiv beteiligen! Und Bremens Politik muss alles daran setzen, mit einer aktiven Wirtschaftspolitik mehr Unternehmen für die Hansestadt zu gewinnen als abwandern.

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