Projekt will Erfahrungen mit Windanlagen für die Zukunft nutzbar machen Offshore-Parks sollen risikoärmer werden

Bremen (stl). Beim Betrieb von Offshore-Windenergieanlagen werden bislang viele Entscheidungen eher intuitiv getroffen. Meist fehlt es an verlässlichen Daten und Erfahrungen um sich für systematisch geprüfte Alternativen zu entscheiden.
10.04.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Offshore-Parks sollen risikoärmer werden
Von Stefan Lakeband

Beim Betrieb von Offshore-Windenergieanlagen werden bislang viele Entscheidungen eher intuitiv getroffen. Meist fehlt es an verlässlichen Daten und Erfahrungen um sich für systematisch geprüfte Alternativen zu entscheiden. Ein Projekt, an dem auch die Hochschule Bremen beteiligt ist, soll das nun ändern.

Krow steht für Kosten- und risikogesteuerter Betrieb von Offshore-Windparks. Unter diesem Namen soll bis Ende November 2017 ein IT-gestütztes Werkzeug entwickelt werden, das den risikoarmen Betrieb bei günstiger Kosten-Nutzen-Relation verbessert. Alles soll sich um die Kernfrage drehen: Wie lassen sich die derzeit noch hohen Betriebskosten von Windparks auf dem Meer in den Griff bekommen und wie die Risiken minimieren? Ziele sind ein geringerer Koordinationsaufwand, dynamische Betriebsführung, Prozessmodelle die aus Erfahrungen entstehen und nutzbare Strategien und Prozesse.

Neben der Hochschule Bremen beteiligen sich auch BTC Business Technology Consulting aus Oldenburg, Ingenieur-

gesellschaft Zuverlässigkeit und Prozessmodellierung (IZP) aus Dresden, die Universität Hamburg und EWE Erneuerbare Energien aus Oldenburg an dem Projekt. Das Bundesministerium für Wirtschaft stellt aus dem sechsten Energieforschungsprogramm 1,4 Millionen Euro bereit.

Die Kooperationspartner können bei ihrer Arbeit auf den Ergebnissen des Projekts SystOp Offshore Wind (Optimierung des Leistungssystems Offshore-Windpark) aufbauen, an dem bereits vier der fünf Projekt-Beteiligten mitgewirkt haben.

Um das Projektziel bis 2017 zu erreichen, werden die Daten, Informationen und Erfahren mit dem Betrieb des ersten deutschen Windparks alpha ventus genutzt. Betreiber des Parks ist EWE, die nun auch Partner im Krow-Projekt ist. Zudem sollen aktuelle Erfahrungen und Forschungsansätze von Offshore-Windpark-Betreibern von Bedeutung sein. Die Einbindung von EWE Erneuerbare Energien soll einen anwendungsorientierten Forschungsansatz des Gemeinschaftsprojekts garantieren.

Mit der Entwicklung der IT-gestützten Werkzeuge gehen eine ausführliche Prozessanalyse und -modellierung sowie die Identifikation und Verknüpfung mit Risiko-, Kosten- und Prozessparametern einher. Darauf aufbauend soll ein Funktionsmuster erstellt werden, das ein umfangreiches Berichtswesen ermöglichen soll. Zusätzlich sollen sich daraus Handlungsoptionen formulieren lassen. Die Einbindung von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen ist ebenfalls vorgesehen.

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