Weyhe OTB wird zur Hängepartie

Bremen. Schwer in Verzug geraten ist er ohnehin schon, doch nun kommt beim geplanten Bau des Offshore-Terminals in Bremerhaven (OTB) wahrscheinlich weitere Wartezeit hinzu. Wie der WESER-KURIER erfahren hat, gibt es eine Vereinbarung zwischen dem Land Bremen und der Naturschutzorganisation BUND, ihren Streit über den OTB nicht länger in Bremen gerichtlich klären zu lassen, sondern mit dem Mittel einer sogenannten Sprungrevision gleich vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu ziehen.
01.07.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
OTB wird zur Hängepartie
Von Alexandra Knief

Bremen. Schwer in Verzug geraten ist er ohnehin schon, doch nun kommt beim geplanten Bau des Offshore-Terminals in Bremerhaven (OTB) wahrscheinlich weitere Wartezeit hinzu. Wie der WESER-KURIER erfahren hat, gibt es eine Vereinbarung zwischen dem Land Bremen und der Naturschutzorganisation BUND, ihren Streit über den OTB nicht länger in Bremen gerichtlich klären zu lassen, sondern mit dem Mittel einer sogenannten Sprungrevision gleich vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu ziehen. Die Folge ist, dass sich der Baustart noch einmal um mindestens ein bis zwei Jahre verzögern wird, wenn er denn überhaupt noch kommt.

Das 180-Millionen-Euro-Projekt wird nicht nur wegen der juristischen Widrigkeiten in Teilen der rot-grünen Koalition mittlerweile sehr kritisch gesehen. Auch bei den Behörden gibt es große Skepsis, ob für einen Schwerlasthafen in Bremerhaven, der ausschließlich dafür gedacht ist, Teile für die großen Windkraftanlagen auf See zu verschiffen, überhaupt noch ein Bedarf besteht.

Vor den Gerichten geht es unter anderem um die Frage, ob für den OTB die richtige Planfeststellungsbehörde ausgesucht wurde. Das Bremer Verwaltungsgericht hatte das Mitte Mai verneint und einen Baustopp verhängt. Über die Revision dagegen wird nun statt vor dem Oberverwaltungsgericht gleich vor dem Bundesverwaltungsgericht verhandelt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+