Vor einem Jahr hat Pensum Personaldienstleistungen Bremen das Gebäude der Alten Apotheke in Lesum bezogen Perfekten Standort gefunden

Lesum. Während die Alte Apotheke leer steht und verfällt, fordert der Burglesumer Beirat, den Denkmalschutz für das Haus in der Hindenburgstraße aufzuheben. Sogar mit dem möglichen Abriss ist der Beirat einverstanden.
08.01.2017, 00:00
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Lesum. Während die Alte Apotheke leer steht und verfällt, fordert der Burglesumer Beirat, den Denkmalschutz für das Haus in der Hindenburgstraße aufzuheben. Sogar mit dem möglichen Abriss ist der Beirat einverstanden. Dieser Vorgang, über den „Die Norddeutsche“ vor drei Jahrzehnten berichtete, lässt Stephan Meyer, Sven Janßen und Sebastian Schmitt nur den Kopf schütteln.

Ein Jahr ist es her, dass sie die Alte Apotheke erworben und mit ihrer Firma Pensum Personaldienstleistungen Bremen bezogen haben. Die erste Bilanz der heutigen Besitzer und ihres Teams: „Das Gebäude ist der perfekte Standort, etwas ganz Besonderes – eine Herzenssache.“

Viel Glas und viel Holz prägen das Innere des spätklassizistischen Gebäudes aus den 1840er-Jahren. Deckenmalereien und edle Tapeten an den hohen Wänden harmonieren mit moderner Inneneinrichtung. „Die offene Architektur spiegelt unsere Unternehmensphilosophie“, sagt Meyer, während er die Holztreppe in den ersten Stock hinaufgeht. „Dabei sind Offenheit und Transparenz in unserer Branche leider keine Selbstverständlichkeit“, fährt der alleinige Gesellschafter und Gründer von Pensum fort. „Aber bitte, nehmen Sie doch Platz.“ Wo in den vergangenen Jahren eine Praxis für Chirurgie und Orthopädie ihren OP hatte, befindet sich jetzt Meyers Büro.

Die Branche, in der sich Pensum seit der Gründung 1999 zu einem führenden regionalen Anbieter von Personaldienstleistungen entwickelt hat, ist in Bremen geprägt von regem Wettbewerb. Rund 100 Zeitarbeitsfirmen konkurrieren um Kunden und Aufträge. Um in diesem Markt nicht einfach nur zu bestehen, bedarf es einer klugen Geschäftsidee, eines klaren Unternehmensprofils. Über beides – Idee wie Profil – verfügt Pensum Bremen. Der entscheidende Punkt ist die Wertschätzung für die Zeitarbeitnehmer, die der Lesumer Betrieb bei seinen Auftraggebern einsetzt. „Durch eine sehr persönliche Betreuung vermitteln wir unseren Mitarbeitern: Du gehörst zu Pensum Bremen; du arbeitest nur woanders“, unterstreicht Meyer.

Was das in der Praxis heißt, beschreibt Guido Wien. Der Speditionskaufmann ist bei Pensum Bremen angestellt und als Sachbearbeiter in der Exportabteilung eines Hightechunternehmens eingesetzt. „Neben der fairen Bezahlung gefällt mir bei Pensum vor allem der persönliche Kontakt, das Menschliche. Da ist man keine Nummer. Wenn ich anrufe, wissen die gleich, wer dran ist. Mir wird dann fix und unproblematisch geholfen.“ Dass es alles andere als anonym zugeht, führt der Aumunder Wien auf die regionale Ausrichtung zurück. „Aber auch ein Newsletter und die Wahl eines Mitarbeiters des Monats tragen dazu bei“, ergänzt er. Für den 46-Jährigen besonders wichtig: „Ist man von einem Stellenabbau des Auftraggebers betroffen, fällt man nicht automatisch ins Bodenlose, sondern bleibt bei Pensum angestellt.“

Bodenhaftung, Professionalität, individuelle Betreuung – diese Pluspunkte kann Pensum Bremen anführen, wenn es um die Gewinnung gut ausgebildeten und motivierten Personals geht, des letztlich entscheidenden Faktors. „Die Rechnung ist denkbar einfach: Sind die Auftraggeber mit unseren Mitarbeitern zufrieden, erzielen wir den gewünschten Erfolg am Markt“, sagt der 52-jährige Meyer. Im Fall von Pensum Bremen geht die Rechnung offensichtlich auf. Die Firma zählt inzwischen zehn Stammkräfte am Standort Alte Apotheke sowie 300 extern eingesetzte Beschäftigte. Und das soll es nicht gewesen sein, das Unternehmen will weiter expandieren.
Den Schwerpunkt von Pensum Bremen bildet die sogenannte Überlassung von Facharbeitern und Kaufleuten, inklusive Akademikern. Ob es um die Besetzung einer Position als Personalreferent bei einem internationalen Bildungsträger in Grohn geht, als Wirtschaftsjurist bei einem weltweit tätigen Unternehmen in Horn-Lehe, als Segelmacher, Immobilienverwalter oder medizinischer Fachangestellter: Pensum Bremen sucht, wählt aus und stellt ein. Gleiches gilt mit Blick auf Männer und Frauen, die sich um eine Stelle in gewerblichen Bereichen wie Einzelhandel oder Logistik bewerben. An sie alle richtet sich das Pensum-Versprechen: „Mit Freude, Begeisterung und Kompetenz sind wir tagtäglich Ansprechpartner und Vermittler.“

Meyer drückt sich von seinem Schreibtisch ab, an dem er in den letzten Minuten gelehnt hat. Im Erdgeschoss steht eine Besprechung mit den anderen beiden Besitzern der Alten Apotheke an, also mit Pensum-Geschäftsführer Janßen und Prokurist Schmitt. Mit dem Umzug vom Vulkan-Gelände in das Lesumer Haus „haben wir alles richtig gemacht. Hier fühlen wir uns wohl“, sagt Janßen, beim Branchenverband iGZ ehrenamtlich für Ethik in der Zeitarbeit zuständig. Und Schmitt fügt hinzu: Die Alte Apotheke, in der pro Monat 200 Bewerber ein- und ausgehen, „ist ein kleines Juwel. Wer sich davon überzeugen möchte, sollte mit uns einen Termin vereinbaren.“ Weitere Informationen über Pensum Personaldienstleistungen Bremen, Hindenburgstraße 77, unter Telefon 04 21/6 20 32 00 und unter www.pensum-bremen.de. Die Seite enthält auch viele Stellenangebote und Bewerbungstipps.

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