Burglesum

Projekt für Methadonpatienten startet in Burg

Burglesum. Das geplante Projekt zur psychosozialen Betreuung Drogenabhängiger in Burg kann starten. Nach Angaben von Alfred Liebig, dem Geschäftsführer der ambulanten Drogenhilfe-Einrichtung „Comeback GmbH“, die das Vorhaben in Zusammenarbeit mit der Arztpraxis und Ausgabestelle für Drogenersatzstoffe in der Burger Heerstraße realisieren wird, steht die Finanzierung für die ersten sieben Monate.
07.11.2013, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Projekt für Methadonpatienten startet in Burg
Von Julia Ladebeck

Das geplante Projekt zur psychosozialen Betreuung Drogenabhängiger in Burg kann starten. Nach Angaben von Alfred Liebig, dem Geschäftsführer der ambulanten Drogenhilfe-Einrichtung „Comeback GmbH“, die das Vorhaben in Zusammenarbeit mit der Arztpraxis und Ausgabestelle für Drogenersatzstoffe in der Burger Heerstraße realisieren wird, steht die Finanzierung für die ersten sieben Monate.

„Wir haben eine Zusage für eine Förderung über 10000 Euro aus dem Programm Lokales Kapital für soziale Zwecke“, berichtete Liebig in der jüngsten Sitzung des Burglesumer Beirats. Mit 3000 Euro hat der Beirat das Projekt bezuschusst. Ein privater Spender unterstütze es mit weiteren 3000 Euro, so Liebig. Auch Räume seien bereits vorhanden und müssten jetzt hergerichtet werden. Vorgesehen sei, die psychosoziale Betreuung an fünf Tagen pro Woche in etwa 20 bis 25 Stunden im Gebäude der Alten Molkerei anzubieten, in der auch die Drogen-Substitution stattfindet. Dafür soll eine ergotherapeutische Fachkraft eingestellt werden. Wie berichtet, verfolgt das Projekt das Ziel, den Drogenabhängigen eine Tagesstruktur zu bieten. Vor allem soll damit eine Gruppe von etwa 20 bis 25 Patienten erreicht werden, die durch ihr Verhalten am Bahnhof Burg häufig unangenehm auffällt.

Geplant ist, einen Aufenthaltsraum mit Café zu schaffen. Dazu soll es Kreativprojekte, Therapievermittlung, praktische Hilfen wie beispielsweise Umgang mit Ämtern und Ordnung von Papieren, Bewerbungshilfen, Gesundheits- und Schuldnerberatungen geben. Für die Einrichtung der Räume bitten die Initiatoren um Sachspenden. Auch weitere finanzielle Hilfen werden benötigt, so Liebig. Der Beirat sicherte dem Projekt weiterhin Unterstützung zu. Nach einer sechsmonatigen Probelaufzeit soll dem Beirat eine Zwischenbilanz präsentiert werden. Darüber hinaus bekräftigte der Beirat in diesem Zusammenhang seinen Beschluss zum Thema Suchtprävention in Bremen-Nord vom März 2011, in dem die zuständigen Senatsressorts aufgefordert werden, die erforderlichen Personal- und Sachmittel für eine effektive Präventionsarbeit im schulischen und außerschulischen Bereich sicherzustellen.

Des Weiteren befasste sich der Beirat mit dem Grünpflegeprogramm 2014. Reinhard Behr, Referent vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, berichtete, dass für ganz Bremen 7,1 Millionen Euro jährlich zur Verfügung stünden. Davon werden 1,1 Millionen Euro für die Pflege von Spiel- und Sportplätzen verwendet. Weitere 500000 Euro fließen in die Pflege von Badeseen und Biotopflächen. 5,5 Millionen Euro bleiben für die Pflege aller Grünflächen in Bremen. Der größte Teil davon, so Behr, fließe nach Burglesum. „Weil hier mit Knoops Park die größte Grünfläche existiert.“

Der Beirat stellte fest, dass die zur Verfügung stehenden Mittel zur Unterhaltung der öffentlichen Grünflächen trotz aller Bemühungen immer noch nicht ausreichen – er hält eine Erhöhung der Mittel für zwingend erforderlich. Die Mitglieder appellierten aber auch an die Burglesumer Bürger, sich mehr um den Erhalt der Grünflächen vor ihren Haustüren zu kümmern. In diesem Zusammenhang bittet der Beirat den Umwelt- und Verkehrssenator, eine rechtssichere Grundlage für freiwillige Patenschaften öffentlicher Grünflächen durch Bürger zu schaffen.

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