Bankhaus Lampe Renaissance der Fiskalpolitik

Verhaltenes Wachstum: Mit 3,1 Prozent wird die Weltwirtschaft 2017 wohl erneut verhalten wachsen. Die expansiv bleibende Geldpolitik eliminiert Systemrisiken zwar.
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Renaissance der Fiskalpolitik
Von Maren Beneke

Verhaltenes Wachstum: Mit 3,1 Prozent wird die Weltwirtschaft 2017 wohl erneut verhalten wachsen. Die expansiv bleibende Geldpolitik eliminiert Systemrisiken zwar. Zahlreiche Faktoren dämpfen die Wachstumsdynamik aber: Strukturreformen fehlen, Geopolitik und Staatsverschuldung belasten, das Produktivitätswachstum ist niedrig und der europäische Bankensektor fragil. Enttäuscht das Wachstum deutlich, wird die Fiskalpolitik wohl eine Renaissance erleben.

Die Geldpolitik wichtiger Notenbanken bleibt expansiv: Daran ändern auch merklich steigende Inflationsraten nichts. Im Gegenteil: Zusammen mit niedrigen Refinanzierungszinsen helfen sie, Staatshaushalte tragfähig zu gestalten. Mit ihrer wachstums- und inflationsseitig unangemessenen Niedrigzinspolitik zeigen Notenbanken, dass ihr Fokus vor allem auf der hohen Staatsverschuldung liegt.

Der Wind am Staatsanleihenmarkt wird sich drehen: Da Notenbanken nennenswerte Zusatzimpulse wohl nicht mehr generieren werden, dürften die Renditen zehnjähriger Anleihen im Durchschnitt etwas höher rentieren als 2016. Moderat belastende Impulse gehen von steigenden Inflationsraten und anhaltenden Fiskalhoffnungen aus. Das extreme Niedrigrenditeumfeld bleibt.

Zur Person

Alexander Krüger (47) hat VWL an der Uni Essen studiert. Im Anschluss arbeitete er unter anderem für die West-LB, bevor er 2001 als Leiter Kapitalmarktanalyse zum Bankhaus Lampe wechselte. Seit 2011 ist er Chefvolkswirt.
Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+