Bremen Roboter auf dem Weg in Bremer Mercedes-Produktion

Bremen. Neben hochflexiblen Arbeitszeitmodellen und Typenflexibilität will das Mercedes-Werk in Bremen am Standort künftig vor allem durch eine komplette Vernetzung aller Werkprozesse sowie durch einen Ausbau von Mensch-Roboter-Kooperationen nach eigenen Angaben weiterhin „hochwirtschaftlich fertigen“. Das Zauberwort heißt in diesem Zusammenhang Industrie 4.
22.05.2015, 00:00
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Roboter auf dem Weg in Bremer Mercedes-Produktion
Von Peter Hanuschke

Neben hochflexiblen Arbeitszeitmodellen und Typenflexibilität will das Mercedes-Werk in Bremen am Standort künftig vor allem durch eine komplette Vernetzung aller Werkprozesse sowie durch einen Ausbau von Mensch-Roboter-Kooperationen nach eigenen Angaben weiterhin „hochwirtschaftlich fertigen“. Das Zauberwort heißt in diesem Zusammenhang Industrie 4.0. Mit diesem Begriff als Kunstwort wird die vierte industrielle Revolution nach Dampfmaschine, Massenproduktion und Automation bezeichnet.

Jüngst auf der weltgrößten Industrieschau Hannover Messe im April stand das Thema Industrie 4.0 im Mittelpunkt. Und viele Experten waren sich da einig: Deutschland verliere bei dieser Technik-

revolution den Anschluss an die Weltelite. Franz Gruber, Chef des 4.0-Pioniers Forcam, sagte: „Die USA entwickeln bei Industrie 4.0 deutlich mehr Geschwindigkeit als Europa.“ Und das, obwohl unsere Unternehmen in vielen Branchen führend in der Fertigungstechnik seien.

Auf das Bremer Mercedes-Werk treffen diese Befürchtungen nicht zu: Schon jetzt arbeiten Menschen und Roboter an einigen Stellen nebeneinander entlang der Produktionsstraße – allerdings befinden sich die Roboter noch hinter Gittern, um so die Mitarbeiter vor Unfällen zu schützen. Man werde auch in Zukunft genau hinschauen, inwieweit Roboter – derzeit liegt ihre Zahl in Bremen bei 1500 Einheiten – noch stärker in die Abläufe integriert werden können, so Andreas Kellermann, Standortleiter des Bremer Werks. Ziel sei es aber schon, dass Mensch und Roboter nebeneinander arbeiten – ohne Schutzgitter. Dies werde aber erst dann umgesetzt, wenn es aus Sicht des Arbeitsschutzes keine Bedenken mehr gebe. Bericht Seite 1·Kommentar Seite 2

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