Luftverkehr Ryanair: Keine Abkehr vom Low-Cost-Modell

London/Dublin/Berlin. Die irische Billig-Fluggesellschaft Ryanair hat Spekulationen zurückgewiesen, sie plane eine Abkehr vom Low-Cost-Modell. «Das wird es bei Ryanair nicht geben», sagte eine Unternehmenssprecherin am Samstag in Dublin. «Wir werden immer die günstigsten bleiben», fügte sie hinzu.
25.09.2010, 17:52
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London/Dublin/Berlin. Die irische Billig-Fluggesellschaft Ryanair hat Spekulationen zurückgewiesen, sie plane eine Abkehr vom Low-Cost-Modell. «Das wird es bei Ryanair nicht geben», sagte eine Unternehmenssprecherin am Samstag in Dublin. «Wir werden immer die günstigsten bleiben», fügte sie hinzu.

Auch Gerüchte um einen raschen Rückzug von Unternehmenschef und Gesellschafter Michael O'Leary wies sie zurück. O'Leary werde «noch vier bis sechs Jahre» an der Spitze der Fluggesellschaft bleiben. Er wolle weiteres Wachstum generieren und die Zahl der Flugzeuge verdoppeln.

Richtig sei hingegen, dass Ryanair stärker auch große internationale Flughäfen ansteuern wolle. Dies bedeute aber keine Abkehr von den kleineren Flughäfen. Grund sei, dass immer mehr große Airports bereit seien, die von Ryanair geforderte kurze Zeit zwischen Landung und Weiterflug von 25 Minuten zu akzeptieren.

O'Leary hatte aber zudem gesagt, die Flughäfen Frankfurt, London Heathrow und Paris Charles De Gaulle würden nicht angeflogen, weil dort die sogenannte Turnover-Zeit nicht garantiert werden könne.

Ryanair droht auch damit, bald nicht mehr die deutsche Hauptstadt anzufliegen. Grund seien die höheren Gebühren im Zuge der Eröffnung des neuen Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI), berichtet die «Wirtschaftswoche». «Wenn das so teuer bleibt wie angekündigt, fliegen wir da künftig nicht mehr hin», zitiert das Magazin O'Leary. Die Abgaben pro Passagier sollen von bisher im Schnitt zehn Euro auf bis zu 26 Euro steigen, wie die «Wirtschaftswoche» unter Berufung auf Branchenkreise schreibt. Ryanair verkauft die Tickets bisher zu einem Durchschnittspreis von 35 Euro.

Der Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg Flughafen Holding (BBF), Ralf Kunkel, sprach von den «üblichen Drohgebärden» der Fluglinie. «Das sehen wir entspannt», sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Auch für Ryanair gelte die normale Gebührenordnung der Berliner Flughäfen. Die Konsultationen für die neue Gebührenordnung an den BBI-Terminals beginnen laut Kunkel im Oktober. Die Zahlen aus dem Magazin nannte er «reine Spekulation». Ryanair ist bei den Flughafenbetreibern als Preisdrücker berüchtigt. (dpa)

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